Toxische Freundschaft: 7 Warnsignale, dass deine Freundschaft nichts wert ist
Statt positive Gefühle auszulösen, rauben dir schwierige Freundschaften Kraft und Energie. 

Statt positive Gefühle auszulösen, rauben dir schwierige Freundschaften Kraft und Energie. 

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Toxische Beziehungen7 Zeichen, dass eine Freundschaft nichts wert ist

Raubt dir eine Beziehung alle Energie? Wir haben Warnsignale, die dafür sprechen, eine Freundschaft zu beenden.

von
Geraldine Bidermann

Es gibt Menschen, die fühlen sich an wie seelische Blutsauger: Man trifft sich mit einer Freundin zum Mittagessen und hat danach das Gefühl, sich hinlegen zu müssen. Oder man verbringt einen Sonntag mit einem guten Freund und ist danach irgendwie leer und irritiert. Kommt dir das bekannt vor? Wir verraten sieben Anzeichen, die dich deine Freundschaft hinterfragen lassen sollten. 

1. Die Beziehung ist einseitig

Gute Freundschaft ist das gegenseitige Verhältnis von Geben und Nehmen. Das schafft eine Verbindung und Vertrauen. Wenn hingegen nur eine Person Effort in die Freundschaft steckt und immer da ist, während die andere sich nicht bemüht, bei Konversationen richtig zuzuhören oder auch mal Kompromisse zu machen, um sich zu sehen, fühlt sich die Beziehung einseitig an. Ein «mehr Nehmen als Geben» findet sich insbesondere bei Menschen, die gerne im Mittelpunkt stehen wollen, die egoistisch und wenig empathisch, dafür aber oftmals manipulativ sind. 

Bist du ständig am Trösten, aber wenn es einmal um dich geht, ist die andere Person nicht da?

Bist du ständig am Trösten, aber wenn es einmal um dich geht, ist die andere Person nicht da?

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2. Du fühlst dich unwohl, wenn du um die Person bist

Achte dich darauf, wie du dich nach dem Treffen mit einer Freundin oder einem Freund fühlst. Bist du aufgeladen mit neuer Energie, fröhlich und dankbar? Oder eher erschöpft, ausgelaugt – oder vielleicht sogar genervt oder wütend? Von gewissen Menschen geht eine negative Ausstrahlung aus, sie sind sogenannte Energie-Vampire, die dich aussagen und auslaugen. Bewahre dich vor solchen Freundschaften und fokussiere dich und deine wertvolle Zeit auf Menschen, dir guttun.

3. Ihr habt keine gemeinsamen Pläne

In der Schule war es einfach, sich jeden Tag zu sehen. Freundschaften unter Erwachsenen brauchen viel mehr Energie und Planung, damit sie funktionieren. Fällt es dir schwer, zehn Minuten einzurechnen, um deine Freundin anzurufen? Oder macht es dir Mühe, einen Samstag im Monat zu reservieren, um einen Kaffee zu trinken? Das könnten Anzeichen sein, dass deine Motivation zu gering ist, um die Freundschaft zu pflegen. Gib dir einen Organisations-Ruck – oder sei ehrlich mit dir, wenn dir die Zeit für ein Treffen schlicht zu schade ist. 

Freust du dich, für eine Person Zeit einzuplanen? Oder ist dir das eher eine grosse Last?

Freust du dich, für eine Person Zeit einzuplanen? Oder ist dir das eher eine grosse Last?

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4. Die Person freut sich nicht über deine Erfolge

Eine der heftigsten Red Flags in einer Freundschaft ist es, wenn dir die andere Person dein Glück nicht gönnen kann. Bist du frisch verliebt oder hast einen neuen, coolen Job? Achte dich darauf, wie dein Freundeskreis auf solche gute Nachrichten reagiert. Wer Mühe hat, dir nur schon für eine gute Note oder ein cooles Outfit ein Kompliment auszusprechen oder sich für dich zu freuen, ist entweder sehr unsicher oder extrem eifersüchtig. Beides sind keine guten Voraussetzungen für eine ausbalancierte Freundschaft. 

Wahre Freundschaften kennen keinen boshaften Neid. 

Wahre Freundschaften kennen keinen boshaften Neid. 

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5. Eure Kommunikation ist angespannt

Keine Freundschaft ist frei von Konflikten und Diskussionen. Im Gegenteil: Wenn zwei Menschen sich mögen, sollten auch schwierige Themen offen und ehrlich angesprochen werden können. Fühlen sich diese Gespräche immer sehr harzig an, enden sie permanent in Missverständnissen oder sogar Streit, ist das ein Anzeichen dafür, dass ihr vielleicht einfach nicht auf der gleichen Wellenlänge seid. Fast noch schlimmer übrigens ist es, wenn die andere Person ständig abblockt und sich überhaupt nicht erst auf eine Konfrontation einlassen will.

In einer guten Freundschaft haben auch Konflikte Platz – die offen und ehrlich ausgetragen und besprochen werden. 

In einer guten Freundschaft haben auch Konflikte Platz – die offen und ehrlich ausgetragen und besprochen werden. 

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6. Du vertraust der Person nicht zu 100 Prozent

Freundinnen und Freunde sind Menschen, die wir im Gegensatz zur Familie bewusst und freiwillig aussuchen. Eine echte Freundschaft basiert auf Ehrlichkeit und Vertrauen. Sollte dieses Vertrauen gebrochen werden, weil die Person vielleicht schlecht hinter deinem Rücken über dich spricht oder dich noch schlimmer hintergeht, müssen solche Konflikte aufgearbeitet werden. Können sie das nicht, wird das für immer zwischen euch stehen – und die Freundschaft enorm belasten. Im Gegensatz zur Familie wirst du eine solche Person auch wieder aus deinem Leben ausschliessen können – auch wenn es schmerzt.

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7. Die Person will deine Perspektive nicht kennen

In einer wertvollen, echten Freundschaft solltest du ohne Angst zu deinen Gefühlen stehen können. Wenn du verletzt bist, sollte die andere Person zuhören und dich ernst nehmen. Das tut sie allerdings nur, wenn sie a) ehrlich an dir und deinem Wohlbefinden interessiert ist und b) nicht zu egozentrisch ist, um auch andere Bedürfnisse als ihre eigenen zu registrieren. In ungesunden Freundschaften wirst du für deine Schwächen oder Gefühle belächelt («Bist du jetzt wirklich schon wieder beleidigt?»), ständig abgeblockt («Ich bin unterwegs und hab keine Zeit zum Reden»), oder sogar angegriffen («Du bist einfach ein schwacher Mensch, das ist nicht mein Problem»). Kennst du solche Muster? Dann such dir eine andere Freundschaft aus, die deine Zeit und Liebe mehr wert ist.

Musstest du auch schon einmal eine Freundschaft beenden? Warum?

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