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70-Jähriger Japaner als ältester Mensch auf dem Everest

Stossverkehr auf dem höchsten Berg der Welt: Als vermutlich ältester Bergsteiger der Welt hat ein 70-jähriger Japaner den 8850 Meter hohen Mount Everest bezwungen. Beinahe gleichzeitig stürmten die ersten zwei Filipinos den Gipfel.

Der Japaner Takao Arayama erreichte den Himalaya-Gipfel am Mittwoch als bislang ältester Mensch, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Das Guinness-Buch der Rekorde konnte dies zunächst nicht bestätigten.

Arayama habe den Gipfel des höchsten Bergs der Welt in einem fünfköpfigen Team erreicht, teilte das Tokioter Unternehmen Adventure Guides mit, das die Tour organisierte. Der 70-Jährige sei bei guter Gesundheit und inzwischen bereits wieder in ein tiefer gelegenes Lager abgestiegen.

Das Guinness-Buch führt noch Yuichiro Miura als Rekordhalter, der den Everest 2003 im Alter von 70 Jahren, 7 Monaten bestieg. Arayama war laut Adventure Guides bei seinem erfolgreichen Gipfelsturm drei Tage älter.

Das Team bestieg den Everest von der chinesischen Seite her, wie Adventure Guides auf seiner Web-Site erklärte. Arayama habe im Alter von etwa 40 Jahren mit dem Bergsteigen begonnen und bereits den höchsten Berg Nordamerikas erklommen, den 6.194 Meter hohen Mount McKinley in Alaska. Der Unternehmensberater kommt aus der Nähe von Tokio.

Wenige Stunden später bestieg unterdessen der zweite Philippiner den Everest. Der 32 Jahre alte Erwin Emate erreichte den Gipfel am frühen Donnerstagmorgen, wie die Organisatoren der Tour mitteilten. Am Mittwoch hatte sein gleichaltriger Landsmann Leo Oracion als erster Philippiner den Berg erklommen.

Auch von der nepalesischen Seite aus erreichten mehrere Bergsteiger den Gipfel. Mindestens zwölf Kletterern gelang am Mittwoch der Aufstieg, die das nepalesische Tourismusministerium in Kathmandu mitteilte. Weitere Teams wurden am Donnerstag erwartet, nachdem sich das Wetter deutlich verbessert hatte. Zuvor mussten zahlreiche Bergsteiger wegen heftigen Schneefalls und Winds im Basislager ausharren. Der Mai gilt als günstigster Monat zur Besteigung des Everest.

Seit Edmund Hillarys und Tenzin Norgays Erstbesteigung am 29. Mai 1953 haben mehr als 1400 Menschen den höchsten Berg der Erde bezwungen. Etwa 180 Bergsteiger kamen bei dem Versuch ums Leben.

(dapd)

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