Weltweiter Hit: 70 Mio Klicks für Video mit Schweizer Buben
Aktualisiert

Weltweiter Hit70 Mio Klicks für Video mit Schweizer Buben

Sie drehte ein kleines Video von ihren Söhnen – und Dutzende Millionen Menschen sahen es sich an: Die Genferin Amélie De Clercq kann ihren Erfolg kaum fassen.

von
David Ramseyer
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Die beiden fünf und sieben Jahre alten Buben aus dem Kanton Genf spielen – und der jüngere der beiden bekommt eine Ladung Schlagrahm ins Gesicht.

Die beiden fünf und sieben Jahre alten Buben aus dem Kanton Genf spielen – und der jüngere der beiden bekommt eine Ladung Schlagrahm ins Gesicht.

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Das elf Sekunden lange Video, das diese Szene zeigt, wurde bereits 70 Millionen Mal angeklickt.

Das elf Sekunden lange Video, das diese Szene zeigt, wurde bereits 70 Millionen Mal angeklickt.

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Selbst auf chinesischen Websites hat sich der Clip verbreitet.

Selbst auf chinesischen Websites hat sich der Clip verbreitet.

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Die unglaubliche Geschichte begann vor rund zwei Wochen: Amélie De Clercq aus Vernier GE filmte am 6. Dezember ihre beiden fünf- und siebenjährigen Söhne beim Herumalbern mit ihrem neuen Spielzeug – zu sehen ist im elf Sekunden kurzen Video, wie der Jüngere der beiden eine Ladung Schlagrahm ins Gesicht bekommt.

Ihre Mutter riet De Clercq, das Video dem Spielzeughersteller zu schicken, der es daraufhin auf seiner Facebook-Seite postete. Wenige Tage später teilte dieser der Genferin mit, der Clip habe bereits 30 Millionen Views. Selbst auf chinesischen Sites hatte er sich verbreitet.

Klickzahlen sind für ein Amateurvideo enorm

Eine befreundete Anwältin riet De Clercq daraufhin, das Video zu vermarkten, was sie dann auch tat: Über Youtube und eine US-Firma, die lustige Filme an TV-Stationen verkauft. Bei Youtube verdient De Clercq einen Dollar pro tausend Views. Wie viel Geld ihr das Video einbringen wird, weiss sie noch nicht: Die Summe wird sie erst Ende Januar erfahren.

Bis heute hat der Clip, wenn man die Zahlen der verschiedenen Plattformen zusammenrechnet, weltweit mehr als 70 Millionen Clicks gesammelt. Bertrand Saillen, Präsident des Swiss Web Festivals, sagt: «Ich kann mich nicht erinnern, dass ein Schweizer Amateurvideo je solche Zahlen erreicht hätte.»

Klar ist für die Genfer Mutter: Sie will die Einnahmen, die ihr ihr Internet-Welthit einbringen wird, nicht für sich behalten, sondern für wohltätige Zwecke spenden, etwa dem Genfer Kinderspital.

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