70 Prozent der Schweizer wollen beim Militär sparen

Aktualisiert

70 Prozent der Schweizer wollen beim Militär sparen

Parlament und Volk setzen den Sparhebel nicht am selben Ort an: Der Nationalrat hat SVP-Kürzungsanträge abgelehnt und den Gesundheitspräventions-Kredit um 7 Millionen erhöht. Das Volk hingegen will beim Militär und der Landwirtschaft sparen.

Nach der Ablehnung des Milliarden-Sparauftrags an den Bundesrat versuchte es die SVP nun mit mehreren Kürzungsanträgen. Doch der Nationalrat lehnte die «Nadelstich-Kürzungen» beim Parlament, bei der Filmförderung, bei MeteoSuisse oder bei Präsenz Schweiz ab. Keine Chance hatte auch das links-grüne Lager, die Beiträge bei der Entwicklungszusammenarbeit um 250 Millionen auf rund 1,1 Milliarden Franken zu erhöhen.

Um knapp 7 auf 37,8 Millionen Franken aufgestockt wurden hingegen die Mittel zur Verhütung von Aids, Tabakmissbrauch, Alkoholismus und Übergewicht.

Laut einer Umfrage von Perspektive Schweiz sehen aber 70% der Schweizer das grösste Sparpotenzial beim Militär. 55% möchten, dass bei den Landwirtschaftssubventionen gespart wird, und 48% sprechen sich für Abstriche in der Flüchtlingshilfe aus. Einsparmöglichkeiten sehen 43% auch im Strassenverkehr. Dahinter folgen die Entwicklungshilfe und die Kulturförderung mit je 37%.

(Quelle: SDA/AP)

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