Naturgewalt: 70 Unwetter-Tote im Süden Brasiliens
Aktualisiert

Naturgewalt70 Unwetter-Tote im Süden Brasiliens

Nach schweren Unwettern im Süden Brasiliens ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 72 angestiegen. Bis zu 30 weitere Personen gelten noch als vermisst.

Anhaltend starker Regen hatte am Wochenende im brasilianischen Staat Santa Catarina Flüsse über die Ufer treten lassen und Erdrutsche ausgelöst. Acht Städte und Gemeinden waren von der Aussenwelt abgeschnitten, Schutt und Geröll blockierten zahlreiche Hauptstrassen.

Nach Behördenangaben waren 1,5 Millionen Menschen von den Folgen des Unwetters betroffen, etwa 52.000 mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Allein in der Stadt Ilhota, die am Fluss Itajai liegt, fielen 15 Menschen dem Hochwasser zum Opfer. Der Pegel des Itajai stieg wegen der heftigen Regenfälle um neun Meter über seinen Normalstand.

Besonders betroffen war auch die knapp 300.000 Einwohner zählende Stadt Blumenau. Hier kamen bei Erdrutschen mindestens 13 Menschen ums Leben, 15 weitere wurden schwer verletzt. Mehr als die Hälfte der Haushalte hatten keinen Strom. Blumenau war im 19. Jahrhundert von deutschen Einwanderern gegründet worden. Die für ihr Oktoberfest bekannte Stadt ist ein beliebtes Touristenziel. (dapd)

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