Cupfinal 2018: 700'000 Fr für Polizeieinsatz am Cupfinal
Aktualisiert

Cupfinal 2018700'000 Fr für Polizeieinsatz am Cupfinal

Der Cupfinal 2018 in Bern hat Polizeikosten von mehr als 700'000 Franken verursacht. Das geht aus einem Vortrag des Berner Gemeinderats ans Stadtparlament hervor.

von
bho
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Die Fanmärsche der Berner führten durch die Altstadt.

Die Fanmärsche der Berner führten durch die Altstadt.

Manuel Zingg
Über die Nydeggbrücke ging es zum Stade de Suisse.

Über die Nydeggbrücke ging es zum Stade de Suisse.

Manuel Zingg
Der Marsch wurde von einem Polizeiaufgebot begleitet.

Der Marsch wurde von einem Polizeiaufgebot begleitet.

kein Anbieter/Manuel Zingg

Tausende Fussballfans säumten am Cupfinal 2018 die Strassen von Bern und verfolgten den Match an zahlreichen Public-Viewings oder im Stadion. Der Schweizer Meister YB verlor den Final schliesslich mit 1:2 gegen den FCZ.

Vor dem Match defilierten die Fanlager beider Mannschaften zum Stadion, jeweils eskortiert von der Polizei. Nun wird klar, wieviel Geld dieser Polizeieinsatz gekostet hat: 700'000 Franken. Deutlich günstiger war demnach die YB-Meisterfeier vom Pfingstsonntag. Sie führte zu Polizeikosten von gut 160'000 Franken.

Nachkredit wird beantragt

Die Stadtregierung listet die Polizeikosten der beiden Anlässe detailliert auf, weil sie einen Nachkredit zum Globalbudget des Polizeiinspektorats beansprucht. Zusammen mit Gebührenbefreiungen etwa für Reinigungen und Signalisation entstanden Kosten von gut einer Million Franken. Der Stadtrat entscheidet am 29. November.

YB-Frust nach Pleite im Cupfinal

Der 1:2-Schock von Benito, Bertone und Fasnacht. (Video: Tamedia)

Sicherheitsdirektor Reto Nause wies in der «Berner Zeitung» vom Dienstag darauf hin, dass trotz des Nachkredits kein Geld aus der Stadtkasse fliesse. Im Gegenteil: Dank der Beteiligung des Schweizerischen Fussballverbandes an den Polizeikosten des Cupfinals spüle es sogar 350'000 Franken herein.

Polizei leistete rund 7281 Mannstunden

Was die Stadt angehe, seien die Polizeikosten für die Fanmärsche durch den Ressourcenvertrag mit der Kantonspolizei gedeckt. «Das zeigt mir, dass wir mit unserem Vertrag auch grosse Anlässe stemmen können», sagte Nause der BZ.

Vor dem Cupfinal, den Zürich gegen YB gewann, gab es Fanmärsche der Zürcher und der Berner Fans. Laut Vortrag leistete die Polizei rund um den Cupfinal 7281 Mannstunden. Die Grundversorgung für ein Heimspiel beträgt 200 Stunden. Ob der Cupfinal auch im kommenden Jahr in Bern stattfindet, ist noch offen. (bho/sda)

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