Aktualisiert 05.09.2006 11:45

700 Taliban-Kämpfer eingekesselt

NATO-Truppen haben bei ihrer jüngsten Offensive in Südafghanistan nach eigenen Angaben etwa 700 Taliban-Kämpfer eingekesselt.

Die Artillerie- und Luftangriffe dauerten weiter an, sagte NATO-Sprecher Scott Lundy am Dienstag in Kandahar. Die am Samstag begonnenen Kämpfe gehören zu den heftigsten seit dem Sturz des Taliban-Regimes vor fünf Jahren.

Die Rebellen befinden sich nach Angaben von Major Lundy in einem mehrere hundert Quadratkilometer grossen Gebiet in den Bezirken Pandschwaji und Schari. Einige von ihnen hätten sich in befestigten Stellungen verschanzt, andere seien in offenem Gelände unterwegs. Der NATO-Sprecher sprach von einem «komplexen Schlachtfeld». Die NATO-Truppen leiteten ihre «Operation Medusa» am Samstag ein. Dabei kamen nach Militärangaben mehr als 200 Rebellen ums Leben, was der Taliban-Kommandeur Mullah Dadullah am Montag als falsch zurückwies. Auf Seiten der ausländischen Truppen kamen fünf kanadische Soldaten ums Leben.

Am (morgigen) Mittwoch wird der pakistanische Präsident Pervez Musharraf in Kabul erwartet. Die afghanische Regierung erhoffe sich von den Gesprächen mit Musharraf «einen positiven Schritt für die Beziehungen zwischen beiden Ländern und für die Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus», sagte der Sprecher des Kabuler Aussenministeriums, Sultan Ahmad Bahin. Die pakistanische Grenzregion gilt als zentrales Rückzugsgebiet der Taliban-Kämpfer. (dapd)

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