03.10.2016 16:33

Kopenhagen75 Kilo Hasch auf Dach von Opernhaus entdeckt

Die Polizei von Kopenhagen suchte monatelang nach dem Besitzer von 75 Kilo Haschisch. Vergebens. Die Droge gilt nun als «Fundstück».

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Die Polizei von Kopenhagen stellte im Februar 2016 rund 75 Kilo Haschisch sicher.

Die Polizei von Kopenhagen stellte im Februar 2016 rund 75 Kilo Haschisch sicher.

Polizei Kopenhagen
Die Droge lag auf dem Dach des Opernhauses. Bauarbeiten hatten sie zufällig entdeckt.

Die Droge lag auf dem Dach des Opernhauses. Bauarbeiten hatten sie zufällig entdeckt.

AP/John Mcconnico
Die Polizei machte den Fall erst Ende September 2016 öffentlich. Bis dahin hatten die Drogenfahnder erwartet, dass der Besitzer der Drogen sie am Fundort abholt.

Die Polizei machte den Fall erst Ende September 2016 öffentlich. Bis dahin hatten die Drogenfahnder erwartet, dass der Besitzer der Drogen sie am Fundort abholt.

Finn Frandsen

Auf dem Dach des Opernhauses in Kopenhagen lagen 75 Kilo Hasch, sorgfältig in rund 125 Pakete abgepackt. Bauarbeiter hatten die Drogen vergangenen Februar entdeckt und den Fund der Polizei gemeldet. In der Hoffnung, dass der Besitzer seine Ware irgendwann einmal abholt, hielten dänische Drogenfahnder den Fall bis jetzt geheim und überwachten den Tatort.

Es kam jedoch niemand und holte die Drogen vom Dach des Opernhauses ab. Darum ermittle die Polizei nach rund sieben Monaten nicht mehr in diesem Fall, wie der dänische Sender TV2 berichtet. Die Ware betrachten die Behörden offiziell als «verlorenen Gegenstand».

Hatte der Dealer einen Kontakt im Opernhaus?

Die Haschisch-Pakete könnten einem Dealer gehört haben, der in der sogenannten Pusher Street, jener Strasse im Kopenhagener Alternativ-Viertel Christiania, in dem auch Hasch verkauft wird, tätig war. Das Opernhaus liegt unweit des Viertels.

Die Leitung des Theaters hat in der Aufklärung des Falles auch nicht helfen können. «Mehrere hundert Menschen verkehren täglich bei uns. Wir führen zwar Sicherheitskontrollen durch, können aber nicht vermeiden, dass jemand eine Türe von innen aufmacht, um andere ins Gebäude zu lassen», erklärte Opernhaus-Direktor Steffen Steffensen zur Tageszeitung «Ekstra Bladet».

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