Unwetter in der Zentralschweiz - 750 Notrufe gingen bei den Polizeikorps ein
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Unwetter in der Zentralschweiz750 Notrufe gingen bei den Polizeikorps ein

Das heftige Gewitter vom Sonntag hat die Einsatzkräfte in der Zentralschweiz gefordert. Alleine in Luzern waren fast 700 Feuerwehrleute im Einsatz.

von
Gianni Walther

Die Wassermassen spülten in Wolhusen mehrere Autos weg. Im Gebiet um den Bahnhof kam es zu Überflutungen.

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Darum gehts

  • Das Unwetter vom Sonntag hat die Zentralschweiz hart getroffen: Diverse Strassen wurden überflutet und Gebäude liefen mit Wasser voll.

  • Auch wegen Erdrutschen und umgestürzten Bäumen rückten die Einsatzkräfte aus.

  • Im Kanton Luzern gingen bei der Polizei rund 300 Meldungen ein. Im Kanton Schwyz waren es ebenfalls 300 und im Kanton Zug rund 140.

Hagel, Starkregen, überflutete Strassen und Murgänge: Das Gewitter vom Sonntag hat den Kanton Luzern hart getroffen. Bei der Einsatzleitzentrale der Luzerner Polizei gingen bisher rund 300 Meldungen zum Gewitter ein, teilte die Polizei am Montagmorgen mit. Die Bevölkerung meldete sich hauptsächlich wegen überfluteten Strassen, Wasser in Gebäuden, Erdrutschen und umgestürzten Bäumen. Insgesamt waren 682 Feuerwehrleute von 23 Feuerwehren im Einsatz.

In Root stürzte eine Person bei Aufräumarbeiten und wurde verletzt. «Sie wurde mit dem Rettungsdienst 144 ins Spital gefahren. Die Verletzungen dürften eher leichter Natur sein», so die Polizei.

Diverse Gemeinden betroffen

Von den Gewittern am stärksten betroffen sind die Gemeinden Werthenstein, Wolhusen, Ruswil und Neuenkirch. Auch die Gemeinden Ebikon, Buchrain, Dierikon, Root, Gisikon und Honau im Rontal sowie die Stadt Luzern waren betroffen. Die Polizei musste mehrere Strassenabschnitte zeitweise sperren. Viele Strassen sind wieder geöffnet, ein Teil bleibt jedoch noch gesperrt.

Auch der Kanton Schwyz war stark betroffen: Bei der Kantonspolizei gingen über 300 Meldungen ein, vorwiegend wegen Wasser in Gebäuden und überfluteten Strassen. Die Wägitalerstrasse zwischen Siebnen und Vorderthal wurde verschüttet und bleibt bis auf weiteres gesperrt. Betroffen waren vor allem Küssnacht, Immensee, Einsiedeln, Galgenen, Siebnen, Buttikon, Schübelbach und Reichenburg. An verschiedenen Orten sind die Einsatzkräfte auch am Montag noch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt, heisst es auf Anfrage.

Im Kanton Zug gingen 140 Meldungen ein. «Innert kurzer Zeit standen in den Gemeinden Risch, Zug, Walchwil, Unterägeri und Oberägeri etliche Keller, Tiefgaragen und Strassen unter Wasser», so die Zuger Polizei.

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