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76. Genfer Automobilsalon eröffnet

Mit einem Plädoyer für das «weitsichtige Automobil» eröffnete Bundespräsident Moritz Leuenberger den 76. Genfer Automobilsalon.

Leuenberger machte in seiner Eröffnungsrede im Palexpo deutlich, dass das Auto das automobile Dasein nur bewahren könne, wenn es sich der allseitigen Abhängigkeiten bewusst werde. Der Verkehrsminister forderte in diesem Zusammenhang ein Ende der ideologischen Grabenkämpfe und plädierte angesichts der voll gestopften Strassen für die Verlagerungspolitik und den Infrastrukturfonds. Mit Blick auf die gewaltige Erdölabhängigkeit und den CO2-Ausstoss appellierte Leuenberger an die Autohersteller, den Trend zu erkennen und energiesparende und umweltschonende Fahrzeuge mit wenig und vielleicht bald gar keinem CO2-Ausstoss mehr zu bauen. Er selbst war kürzlich ein mit Wasserstoff betriebenes Auto Probe gefahren.

Salon-Präsident Argand betonte die Bedeutung des Automobilsektors in der Schweiz. 25.000 Unternehmen machten mit 300.000 Arbeitsplätzen 90 Milliarden Franken Umsatz. Sie seien verantwortlich für zehn Milliarden Franken Steuereinnahmen, rund 20 Prozent des Bundeshaushalts. Der Automobilsalon sei ein bevorzugtes Schaufenster des gigantischen Wirtschaftszweigs.

Der 76. Automobilsalon Genf wartet bis bis zum kommenden 12. März nach eigenen Angaben mit über 140 Welt- oder Europa-Premieren auf. Davon über 80 allein im Bereich Personenwagen. Auch alternativ angetriebene Fahrzeuge sind zu sehen. In der Sonderausstellung wird das 100-Jahre-Jubiläum der Automobil-Revue gefeiert. Seltene Fahrzeuge aus Museen und Privatsammlungen werden gezeigt. Der Automobilsalon war letztes Jahr 100-jährig geworden. (dapd)

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