Stadt Zürich: 77 Velofahrer innert zwei Stunden gebüsst
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Stadt Zürich77 Velofahrer innert zwei Stunden gebüsst

Velo-Frust wegen einer Grosskontrolle bei der Rentenwiese. Eine Leser-Reporterin glaubt, dass die Zürcher Polizei aktuell gezielt gegen Velofahrer vorgeht.

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maz/wed
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Eine Zürcherin ärgert sich über eine Velokontrolle an der Rentenwiese im Zürcher Enge-Quartier: «Die haben massenhaft Velofahrer gebüsst und richtig Geld gemacht.»

Eine Zürcherin ärgert sich über eine Velokontrolle an der Rentenwiese im Zürcher Enge-Quartier: «Die haben massenhaft Velofahrer gebüsst und richtig Geld gemacht.»

Leser-Reporter
«Es ist verrückt, wie viele Velokontrollen es in Zürich in den letzten Wochen gab. Scheint fast so, als wären wir Velofahrer aktuell mitten im Visier der Polizei», so die Leser-Reporterin weiter.

«Es ist verrückt, wie viele Velokontrollen es in Zürich in den letzten Wochen gab. Scheint fast so, als wären wir Velofahrer aktuell mitten im Visier der Polizei», so die Leser-Reporterin weiter.

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Zudem sei es gerade an der Rentenwiese nicht klar, auf welchen Kieswegen man durchfahren dürfe und auf welchen nicht. Hier dürfe man beispielsweise.

Zudem sei es gerade an der Rentenwiese nicht klar, auf welchen Kieswegen man durchfahren dürfe und auf welchen nicht. Hier dürfe man beispielsweise.

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Das heisse Sommerwetter sorgt dafür, dass die Liegewiesen und die Badis rund um den Zürichsee seit Tagen voll sind. Das führt auch zu einem erhöhten Veloverkehr am Seebecken – und zu mehr Velokontrollen, wie eine Leser-Reporterin sagt. «Es ist verrückt, wie viele Velokontrollen es in Zürich in den letzten Wochen gab. Scheint fast so, als wären wir Velofahrer aktuell mitten im Visier der Polizei.»

Gerade am vergangenen Donnerstag sei es zu einer grossen Kontrolle bei der Rentenwiese im Enge-Quartier gekommen. «Die haben massenhaft Velofahrer gebüsst und richtig Geld gemacht», sagt die Zürcherin. Zudem sei es gerade an der Rentenwiese nicht klar, auf welchen Kieswegen man durchfahren dürfe und auf welchen nicht.

30 Franken Busse pro Velofahrer

Laut Marco Cortesi, Medienchef der Stadtpolizei Zürich, stimmt es nicht, dass man es aktuell gezielt auf Velofahrer abgesehen habe: «Aber wir haben auch einen Auftrag, um die Fussgänger zu schützen, und daher führen wir solche Kontrollen durch.» Im Fall der Rentenwiese habe man in den letzten Tagen auch Klagen aus der Bevölkerung erhalten, dass Velofahrer die Fahrverbote nicht einhalten würden.

Bei der Kontrolle am vergangenen Donnerstag wurden laut Cortesi innert zwei Stunden 77 Velofahrende verzeigt – «weil sie sich nicht an das allgemeine Fahrverbot gehalten haben». Dafür gab es jeweils eine Busse über 30 Franken.

«Velokontrollen sind keine Abschreckung»

Dave Durner, Geschäftsführer von Pro Velo Zürich, sieht keinen Grund zur Aufregung im Fall dieser Kontrolle an der Rentenwiese: «Wir sind der Ansicht, dass am See ziemlich alles einigermassen klar signalisiert ist. Das Fahrverbotsschild auf den Bildern ist auch ziemlich prominent platziert und gut sichtbar.» Daran hätten sich Velofahrende zu halten.

Damit wolle er aber nicht sagen, dass man mit den Verhältnissen rund um das Arboretum zufrieden sei. «Velokontrollen sind zudem meist keine Abschreckung. Schon gar nicht, wenn man zwar eine Busse zahlt, aber immer noch keine vernünftige Veloverbindung hat, wie beispielsweise an der Langstrasse», so Durner.

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