Aktualisiert 03.11.2009 16:28

Thurgau8,5 Prozent mehr Beschäftigte in drei Jahren

Zwischen 2005 und 2008 sind im Thurgau knapp 9000 neue Arbeitsplätze entstanden. Damit ist der Beschäftigungszuwachs mit 8,5 Prozent stärker gestiegen als im Schweizer Durchschnitt, der bei 7,4 Prozent liegt.

Wie die Thurgauer Dienststelle für Statistik am Dienstag mitteilte, sind damit zwischen den Betriebszählungen 2005 und 2008 im Thurgau knapp 9000 neue Arbeitsplätze entstanden. Vor allem der Dienstleistungssektor sei bedeutender geworden.

Insgesamt arbeiteten in der Thurgauer Wirtschaft im September 2008 rund 115'100 Personen. Am meisten neue Arbeitsplätze sind im Dienstleistungssektor entstanden. Dort stieg die Beschäftigung - umgerechnet auf Vollzeitstellen - um gut 4800 oder 10,3 Prozent.

Vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen stiegen die Stellenzahlen stark an - nämlich um 19 Prozent auf 1667 Vollzeitplätze. Noch stärker war mit 35 Prozent das Wachstum der Zahl der Dienstleistungsstellen in der Wirtschaft. Mit 738 Stellen Zuwachs machte er sich in absoluten Zahlen aber weniger bemerkbar.

Es wird gebaut

Das gilt auch für Verlagswesen, Kommunikation und Telekommunikation, die zwar um 106 Prozent zulegten, was aber «nur» 414 Vollzeitstellen bedeutet, die es mehr gibt. 203 oder 6 Prozent weniger Vollzeitstellen gab es im Gastgewerbe und 50 Stellen (6 Prozent) weniger im Erziehungsbereich.

Umgerechnet auf Vollzeitstellen legte der Bausektor um 11 Prozent oder 945 Stellen zu. Rückläufig waren dagegen die Beschäftigungszahlen in der Papier- und Druckindustrie: 175 Vollzeitäquivalente (14 Prozent) verschwanden.

Immer noch ein Landwirtschaftskanton

Trotz des Strukturwandels in Richtung Dienstleistungen sind im Thurgau noch immer überdurchschnittlich viele Personen, nämlich 6,5 Prozent der Erwerbstätigen, in Land- und Forstwirtschaft beschäftigt. Im Schweizer Durchschnitt sind es 3,3 Prozent.

Mit 39,9 Prozent arbeiten auch überdurchschnittlich viele Thurgauerinnen und Thurgauer in Industrie, Gewerbe und auf dem Bau. In der gesamten Schweiz sind es nur 28,5 Prozent. Der Dienstleistungssektor ist im Thurgau - trotz Zuwachs - mit 54 Prozent der Beschäftigten immer noch unterdurchschnittlich stark (Schweiz: 68,2 Prozent). (sda)

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