Psychologie: 8 Dinge, die glückliche Paare niemals tun

Wir verraten, welche schlechten Gewohnheiten Menschen in gesunden Beziehungen im Allgemeinen vermeiden.

Wir verraten, welche schlechten Gewohnheiten Menschen in gesunden Beziehungen im Allgemeinen vermeiden.

Pexels / Anna Shvets
Publiziert

Psychologie8 Dinge, die glückliche Paare niemals tun

Möchtest du deine Beziehung stärken? Dann lass dich von diesen acht Grundsätzen inspirieren. 

von
Geraldine Bidermann

Glückliche Paare, die schon eine Weile zusammen sind, können etwas darüber lehren, wie man eine starke, liebevolle Beziehung über Jahre hinweg aufrechterhält und pflegt. Wir haben acht Verhaltensmuster gesammelt, die glückliche Paare vermeiden. 

1. Sie scheuen sich nicht vor schwierigen Diskussionen

Egal, wie gross die Harmonie ist: Meinungsverschiedenheiten werden irgendwann in jeder Beziehung unweigerlich auftreten. Anstatt ihre Gefühle unter den Teppich zu kehren, um ein schwieriges Gespräch zu vermeiden, sind glückliche Paare in der Lage, offen und ehrlich über heikle Themen wie Geld, Erziehung, Sex und alles dazwischen zu sprechen. 

Heftige Auseinandersetzungen erfordern Neugier und Mut – Ehrlichkeit und Offenheit stärken aber langfristig das Gefühl der Verbundenheit.

Heftige Auseinandersetzungen erfordern Neugier und Mut – Ehrlichkeit und Offenheit stärken aber langfristig das Gefühl der Verbundenheit.

Unsplash / Kenny Eliason

2. Sie führen keine Milchbuch-Rechnung

In einer gesunden Beziehung tun beide Partner liebevolle Dinge füreinander, weil sie es wollen – und nicht, weil sie erwarten, dass der andere sich revanchiert. Spürst du dennoch Unmut, weil du den Geschirrspüler öfters ausräumst? Dann sprich dies unbedingt an, in einem ruhigen Ton. Vielleicht kommt dabei heraus, dass dein Gegenüber auch ständig etwas erledigt für euch, was du vielleicht nicht einmal bemerkst?

Ein Geben und Nehmen: Langjährige Beziehungen erfordern viel Grosszügigkeit und gegenseitiges Vertrauen. 

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Pexels/ Shvets Production

3. Sie schmollen nicht

«Hast du was?» – «Nein, wieso?» – «Ich merk doch, dass du was hast.» – «Nein, nein.» – «Willst du drüber reden?» – «Wieso, worüber denn, ich sag doch, es ist nichts.» Unglückliche Paare lassen zu, dass Frustrationen und Enttäuschungen Distanz zwischen ihnen schaffen, während glückliche Paare akzeptieren, dass weder sie noch ihre Partner perfekt sind. Ein erster Schritt ist es, sich verletzlich zu zeigen und ein Gespräch zuzulassen, auch wenn du verletzt bist. Sich zu entschuldigen und zu verzeihen, erfordert zwar Grösse, lässt aber Neuanfänge und langfristig eine stärkere Liebe zu.

Niemand ist ohne Fehler. 

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Pexels / Blue Bird

4. Sie beleidigen sich nicht

Glückliche Paare greifen selten, wenn überhaupt, auf Beschimpfungen zurück, weil sie wissen, dass diese Art der Kommunikation kontraproduktiv ist und zu Verletzungen führt. Unglückliche Paare hingegen stecken oft in Kommunikationsmustern fest, die Verachtung, Beschimpfungen und Negativität beinhalten. Versuche, auch in den hitzigsten Momenten auf deine Wortwahl zu achten. Beleidigungen bleiben haften und können nie mehr ungesagt werden. 

Wie reagierst du in Streitsituationen?

Verzichte auf verletzende Worte und Spitznamen – sie hinterlassen Spuren. 

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5. Sie schnüffeln nicht

Schubladen durchwühlen, Textnachrichten lesen, E-Mails checken: Es braucht sowohl ein hohes Mass an Vertrauen in dein Gegenüber als auch ein hohes Mass an Selbstkontrolle, um diese Dinge nicht zu tun. Wenn es dir schwerfällt, nicht in den Sachen des anderen rumzuspionieren, solltest du dich fragen, woher dieses Misstrauen kommt. Umgekehrt sind starke Beziehungen in der Lage, hin und wieder eine kleine Störung der Privatsphäre zu verkraften – etwa wenn dein Partner zufällig auf etwas stösst oder aus unschuldiger Neugierde einen Blick darauf wirft.

Wer nichts zu verbergen hat, bleibt entspannt. 

Wer nichts zu verbergen hat, bleibt entspannt. 

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6. Sie lügen nicht

Unehrlichkeit ist nie hilfreich. Im besten Fall kommt man damit durch – und das ist eine Last, die man zu tragen hat. Ungestraft kommt man aber selten davon. Wenn man eine Lüge aufrechterhält, ist es schwer, eine Verbindung aufrechtzuerhalten. Man braucht seine ganze Energie, um in der Verbindung mit jemandem voll präsent zu sein, und das Festhalten an einer Lüge nimmt einen grossen Teil dieser Energie weg.

Gesunde Beziehungen fördern eine Dynamik, in der die Wahrheit gedeihen kann.

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7. Sie sehen sich nicht als Feinde

Glückliche Paare erinnern sich regelmässig gegenseitig daran, dass sie im selben Team sind. Wer seine Partnerin oder seinen Partner nicht als Feind betrachtet, wird automatisch glücklicher in der Beziehung. Dazu gehört es, Kompromisse zu schliessen und einvernehmliche Entscheidungen zu treffen.

Auch bei der grössten Seelenverwandtschaft braucht es immer wieder grosse Gespräche und Standortbestimmungen. Gehe nicht davon aus, dass dein Gegenüber deine Gedanken lesen kann. 

Auch bei der grössten Seelenverwandtschaft braucht es immer wieder grosse Gespräche und Standortbestimmungen. Gehe nicht davon aus, dass dein Gegenüber deine Gedanken lesen kann. 

Unsplash / Joanna Nix

Will dein Partner aufs Land ziehen, du aber nicht? Will deine Freundin eine offene Beziehung, du aber nicht? Willst du einen Hundewelpen, dein Gegenüber aber nicht? Unglückliche Paare sagen: «Schade, aber ich tue es trotzdem.» Oder: «Spinnst du, unter keinen Umständen.» Glückliche Paare gehen es langsamer an und suchen nach einem Weg, wie beide zu einem Entscheid «Ja» sagen können, auch wenn es nicht die erste Wahl war. 

8. Sie nehmen sich nicht für selbstverständlich

Manche Paare schalten irgendwann auf Autopilot, während die glücklichsten Paare sich bewusst darum bemühen, ihre Beziehung zu pflegen. Regelmässige Dates, eine Umarmung oder ein Kuss beim Vorbeigehen – es sind oftmals kleine Dinge, die Interesse und Nähe demonstrieren. Sie gehen im Alltag schnell verloren – können aber jederzeit wieder eingeführt werden. 

Hör nie auf, deine bessere Seite anzuschwärmen.

Hör nie auf, deine bessere Seite anzuschwärmen.

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Extratipp: Glückliche Paare hören nie damit auf, Aktivitäten, Ereignisse und Erfahrungen, die Spass und Energie in die Beziehung bringen, zu entdecken. Sie bringen neue Ideen mit, die sie gemeinsam ausprobieren wollen, und sind bereit, sich darauf einzulassen.

Was ist dein Tipp, um nicht in einen Beziehungstrott zu verfallen?

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