8 Millionen Fünfliber haben ausgedient
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8 Millionen Fünfliber haben ausgedient

Bestimmte Fünfliber, die im grösseren Stil gefälscht wurden, werden jetzt vom Bund eingezogen. Bloss: Die echten sind kaum von den falschen zu unterscheiden.

Fünffrankenstücke mit vertiefter Randschrift werden ab Beginn des nächsten Jahres aus dem Verkehr gezogen. Der Grund: Diese Fünfliber, von denen sich noch 8 Millionen im Umlauf befinden, sind nicht fälschungssicher. Die betreffenden Münzen der Jahrgänge 1985 bis 1993 sollen zur Post oder zur SBB gebracht werden, wo sie zum Nennwert umgetauscht werden.

Allerdings nur die echten. Tatsächlich aber existieren gerade von dieser Serie zahlreiche Falsifikate. Als 1995 eine italienische Fälscherwerkstatt aufflog, wurden 70 000 falsche Fünfliber eingezogen. Hanspeter Koch von der Swissmint dazu: «Die Qualität dieser Falsifikate ist sehr gut.» So gut, dass Postbeamte sie mit den echten Münzen verwechseln könnten? «Ja», sagt Koch, «es werden bestimmt auch Fälschungen umgetauscht.»

Den Schaden, der daraus entsteht, müsste die Nationalbank tragen. Wer zur Post geht und wissentlich einen falschen Fünfer hinlegt, macht sich strafbar. Doch Koch relativiert: «Es dürfte schwer sein, die Absicht nachzuweisen.»

Franco Tonozzi

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