80 Basler Tauben flogen mit GPS durch die Lüfte

Aktualisiert

80 Basler Tauben flogen mit GPS durch die Lüfte

Die Flüge der Strassentauben wurden
in Basel per GPS verfolgt. Erste Resultate des Uni-Forschungsprojekts liegen jetzt vor.

80 der rund 8000 Basler Stadttauben hat Biologin Eva Rose mit 36 Gramm schweren Mini-Empfängern ausgerüstet. «Wir haben die Geräte eigens herstellen lassen, weil diejenigen zur Untersuchung von Brieftauben zu ungenau waren», erklärt die 28-jährige Doktorandin der Forschungsgruppe Integrative Biologie im Anatomischen Institut.

Über die 28 Satelliten des Global Positioning Systems (GPS) verfolgte Rose danach die Flugbewegungen der Strassentauben. «Die Stadt wird von den Tieren sehr individuell genutzt», gab sie im Wissenschaftsmagazin der Uni Basel «Uni Nova» erste Resultate bekannt. Der Aktionsradius der Tauben sei deutlich grösser als bisher angenommen. Rose: «Sie fliegen zur Futtersuche bis zu fünf Kilometer aus der Stadt hinaus.»

Zudem konnte die Forscherin feststellen, dass die Tauben untereinander «vernetzt» sind. «Wenn an einem Ort der Taubenbestand reduziert wird, füllen sofort andere die Lücke», so Rose. Dies zeige, dass die Taubenpopulation nicht über Fangaktionen reguliert werden kann. Rose: «Das einzige Mittel, um die Anzahl Tauben langfristig zu verringern, ist ein kleineres Nahrungsangebot.»

Christian Degen

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