Aktionstag – 80 Ländern fehlt der Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs
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Aktionstag 80 Ländern fehlt der Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs

Die Werkzeuge zur Auslöschung von Gebärmutterhalskrebs wären vorhanden. Aber viele Länder haben noch keinen Zugang dazu. Am heutigen weltweiten Aktionstag gegen Gebärmutterhalskrebs wird dieser Missstand aufgegriffen.

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Gebärmutterhalskrebs – durch den Papillomavirus ausgelöst – könnte besiegt werden.

Gebärmutterhalskrebs – durch den Papillomavirus ausgelöst – könnte besiegt werden.

Friso Gentsch/dpa
Vor genau einem Jahr hatte die WHO erstmals einen Plan vorgelegt, um die Krebsart praktisch zu eliminieren.

Vor genau einem Jahr hatte die WHO erstmals einen Plan vorgelegt, um die Krebsart praktisch zu eliminieren.

Marijan Murat/dpa
Dazu muss der Impfstoff gegen das Papillomavirus jedoch zuerst in den Ländern verfügbar werden, in denen heute zwei Drittel aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs auftauchen.

Dazu muss der Impfstoff gegen das Papillomavirus jedoch zuerst in den Ländern verfügbar werden, in denen heute zwei Drittel aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs auftauchen.

Sebastian Gollnow/dpa

Darum gehts

  • Gebärmutterhalskrebs wird durch den Papillomavirus ausgelöst.

  • Weltweit sterben jedes Jahr mehr als 300’000 Frauen an der Krebsart.

  • Es gibt einen Impfstoff dagegen, doch haben viele Länder der Welt noch keinen Zugang dazu.

  • Der 17. November ist ein weltweiter Aktionstag gegen Gebärmutterhalskrebs.

Weltweit wurden 2020 nur 13 Prozent der Mädchen zwischen neun und 14 Jahren gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft. Wegen der Corona-Pandemie sank der Anteil von 15 Prozent im Jahr davor, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet. Der 17. November ist ein weltweiter Aktionstag gegen Gebärmutterhalskrebs. Rund 100 Bauwerke und Stätten sollen in der Farbe Petrol beleuchtet werden, darunter der Himmelstempel im Peking und die Niagara-Fälle in Kanada.

Vor genau einem Jahr hatte die WHO erstmals einen Plan vorgelegt, um eine Krebsart, nämlich den Gebärmutterhalskrebs, praktisch zu eliminieren. Bis 2030 sollen 90 Prozent aller Mädchen gegen das Papillomavirus (HPV) geimpft sein, 70 Prozent der Frauen weltweit mit 35 und 45 Jahren auf eine HPV-Infektion getestet werden und 90 Prozent der betroffenen Frauen therapiert werden.

Den Impfstoff gebe es heute in 115 Ländern, sieben mehr als vor einem Jahr. Aber etwa 80 Länder, in denen heute zwei Drittel aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs auftauchen, hätten noch keinen Zugang dazu. Weltweit sterben jedes Jahr mehr als 300’000 Frauen daran, 90 Prozent von ihnen in Ländern mit niedrigem oder mittleren Einkommen.

Gebärmutterhalskrebs kann bei früher Erkennung geheilt werden. «Wir haben die Werkzeuge, um dafür zu sorgen, dass Gebärmutterhalskrebs Geschichte wird, aber wir müssen sie auch allen, die sie brauchen, zur Verfügung stellen», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

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(DPA/bre)

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