80 Prozent der Kids greifen zu Alcopops
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80 Prozent der Kids greifen zu Alcopops

Obwohl der Verkauf von Alcopops an Minderjährige verboten ist, trinken 80 Prozent der unter 18-Jährigen die süssen Alkohol-Mixgetränke. Auch die neue Sondersteuer ab 1. Februar 2004, die ein Fläschchen Alcopop bis zu drei Franken teurer macht, wird daran kaum etwas ändern.

Alcopops sind nach wie vor beliebt: Sie werden von 77% der Frauen und 69% der Männer getrunken. Bei unter 18-Jährigen liegt der Konsum noch höher. Trotz baldiger Preiserhöhung wollen 58% der Befragten ihre Trinkgewohnheiten nicht ändern.

Dies zeigt eine Studie des Lehrstuhls Marketing der Uni Zürich, bei der 3700 vorwiegend jugendliche Personen befragt wurden. Obwohl es Jugendlichen unter 18 Jahren verboten ist, Alcopops zu kaufen, liegt deren Konsum über dem Durchschnitt: 21% der Minderjährigen trinken ein und 16% zwei bis drei Alcopop-Fläschchen pro Woche. Bei den über 18-Jährigen sind es nur 14% respektive 11%. Mehr als vier Alcopops pro Woche konsumieren bei den Minderjährigen 9% und bei den Volljährigen 5%.

Die Mixgetränke werden vor allem in Clubs (84%) und in Bars (57%) getrunken. Wichtigste Kriterien beim Alcopop-Kauf sind der Preis (36%) und der Alkohol (26%). Der Geschmack wurde von 25% als Kriterium genannt.

58% der Befragten werden ihre Trinkgewohnheiten auch nach dem 1. Februar nicht ändern, wenn eine neue Sondersteuer die Alcopop-Fläschchen um 2 bis 3 Franken verteuert. Von den 42%, die künftig weniger Alcopops konsumieren wollen, werden 70% auf gemixte Drinks wie Gin Tonic, 57% auf Softdrinks und 45% auf Bier umsteigen.

Cornelia Stauffer

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