Aktualisiert 01.04.2010 12:16

Blinder Passagier800-Kilometer-Reise unter der Kühlerhaube

Eine Ente durchschlug den Kühlergrill eines fahrenden Lasters und landete unter der Haube. Dies merkte der Fahrer aber erst 800 Kilometer später.

Nach der langen Fahrt im Kühler sieht die Ente am Ziel ziemlich zerzaust aus. Daily Telegraph

Nach der langen Fahrt im Kühler sieht die Ente am Ziel ziemlich zerzaust aus. Daily Telegraph

Paul Murphy heisst der britische Fernfahrer laut dem Daily Telegraph. Unterwegs war der 41-Jährige auf einer dunklen Strasse in Belgien, als eine Ente den Kühlergrill seines Lasters mit voller Wucht traf.

Murphy habe angehalten und gesehen, dass der Grill ein Loch davon getragen hatte. Mehr Gedanken machte er sich dann nicht, denn sein Heimweg nach Leeds im Norden Englands, war noch weit.

Kühler kaputt, Ente lebt

800 Kilometer später, kurz bevor er zu Hause ankam, hielt der Fernfahrer dann doch noch bei einer Garage, um den Schaden genauer unter die Lupe zu nehmen. Zu seinem grossen Erstauen entdeckte er unter der Kühlerhaube den blinden Passagier darunter.

Murphy: «Ich dachte zuerst, sie sei tot. Als ihre Federn sich bewegten, glaubte ich, es sei lediglich der Wind. Doch dann merkte ich, dass das Tier noch lebte.» Mit Hilfe eines Schraubenziehers konnte er das arme Federvieh befreien und brachte es in einer Kartonschachtel zur nächsten Rettungsstation für Tiere.

Die Veterinäre untersuchten Plucky, wie der Vogel mittlerweile heisst, und stellten einen gebrochenen Flügel fest. Plucky erholt sich in einem Tierheim in Leeds von der Verletzung und den Strapazen und kann, so hoffen die Pfleger, bald an einem schönen Örtchen frei gelassen werden.

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