Aktualisiert 20.07.2005 16:10

800 Millionen Handys werden 2005 verkauft

In diesem Jahr werden weltweit fast 800 Millionen Mobiltelefone verkauft werden. Bis zum Jahr 2009 sollen gar über eine Milliarde Geräte über den Ladentisch gehen.

Dies ergaben Berechnungen der US-Marktforschungsfirma Gartner. Ende 2009 würden dann 2,6 Milliarden Handys weltweit im Einsatz sein. Das starke Wachstum in diesem Bereich werde aber schon bald zu Ende gehen.

Mit grossen Gewinnen könnten die Hersteller trotz der eindrucksvollen Absatzzahlen nicht mehr unbedingt rechnen, da der Wettbewerb zunehme und zu Preissenkungen zwinge, erklärte Gartner. Die am stärksten wachsende Region bleibe Asien, wo jedes vierte Mobiltelefon verkauft werde, 2009 werde es sogar jedes Dritte sein. In Märkten wie Europa und Nordamerika handele es sich vor allem um Ersatzgeräte. In Deutschland sind ungefähr 73 Millionen Handys im Umlauf.

Für 2005 werde der Verkauf von 799 Millionen Geräten erwartet, erklärte Gartner. Das ist ein Wachstum von 15,6 Prozent im Vergleich zu 2004, als 674 Millionen Handys abgesetzt wurden. Nach 2005 werde das Wachstum aber deutlich zurückgehen, hiess es. Für 2006 werde nur noch ein Wachstum von 8,8 Prozent, 2009 eines von 5,9 Prozent erwartet. Die Schätzungen von Gartner liegen ungefähr im gleichen Bereich wie die anderer Institute.

Wie schwierig der Markt ist, zeigten jüngste Unternehmenszahlen. Während der US-Konzern Motorola, der nach Nokia zweitgrösste Mobilfunkhersteller der Welt, mit seinen Zahlen vom zweiten Quartal über den Erwartungen der Analysten lag und sein Geschäft ausbauen konnte, meldete LG Electronics einen Verlust in seiner Handy-Sparte. Bei Sony Ericsson gab es einen Gewinnrückgang bei steigenden Umsätzen. In Deutschland hat vor kurzem Siemens seine defizitäre Handy-Sparte an das taiwanesische Unternehmen BenQ verkauft.

(dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.