GRAUBÜNDEN: 8000 Tonnen Fels weggesprengt
Aktualisiert

GRAUBÜNDEN8000 Tonnen Fels weggesprengt

Mit 650 Kilo Sprengstoff haben die Bündner Behörden an der Südrampe des San Bernardino-Tunnels 8000 Tonnen Fels aus dem Berg gesprengt. Die aus Sicherheitsgründen nötig gewordene Felssprengung ist aber nicht vollständig geglückt.

Die A13 bei Pian San Giacomo muss vor einem Felsen geschützt werden, der sich bedrohlich talwärts bewegt. Wäre der Felsen mit einem Gesamtvolumen von 3000 Kubikmetern abgestürzt, hätten mehrere grössere Steinblöcke das darunter liegende Dach einer Galerie zerstört. Also muss der rutschende Fels weg.

Sprengung nur Teilerfolg

Um das Problem zu lösen, hat das Bündner Tiefbauamt 650 Kilogramm Sprengstoff detonieren lassen. Die um 13.28 Uhr mit einigen Minuten Verzögerung ausgelöste Felssprengung hat «funktioniert», wie Peter Stirnimann vom Tiefbauamt Graubünden am Freitag nach einer einstündigen Helikopterbesichtigung rapportierte.

Die unterhalb des gesprengten Gebietes gelegene Nationalstrassen-Galerie sei durch den Abbruch nicht beschädigt worden, und auch für die in der Nähe gelegenen Häuser habe keine Gefahr bestanden. Doch trotz der Sprengstoffmasse: Erst 2900 der 3000 Kubikmeter der kritischen Gesteinsmassen haben sich gelöst. Darm sind nächste Woche noch zwei bis drei kleinere Nachsprengungen nötig.

Schwerverkehr muss Umweg nehmen

Die Kosten belaufen sich samt Sicherungsmassnahmen auf 1,3 Millionen Franken. Laut dem Tiefbauamt war die Sprengung die günstigste aller untersuchten Varianten, um die A13 in der Gefahrenzone vor dem drohenden Felssturz zu schützen.

Die A13 war bereits am Montag gesperrt worden. Der Autoverkehr zwischen Pian San Giacomo im Süden des San Bernardino-Tunnels und Hinterrhein im Norden wird bis am 7. Juni über den Pass umgeleitet. Der alpenquerende Schwerverkehr muss den San Bernardino grossräumig umfahren.

(SDA/AP)

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