Tempo 30 in Zürich - 89 Sekunden längere Fahrt kostet 880’000 Franken pro Jahr
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Tempo 30 in Zürich89 Sekunden längere Fahrt kostet 880’000 Franken pro Jahr

Mit mehreren Millionen Franken Mehrkosten rechnen die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich wegen Tempo 30 – ein Rechenbeispiel.

von
Alina Müller
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Mehr Fahrzeuge und mehr Personal – Tempo 30 verursacht Mehrkosten im öffentlichen Verkehr.

Mehr Fahrzeuge und mehr Personal – Tempo 30 verursacht Mehrkosten im öffentlichen Verkehr.

20min/Thomas Mathis
Ein Rechenbeispiel der NZZ für die Linie 13 zeigt, dass 89 Sekunden mehr Fahrzeit, rund 880’000 Franken kosten könnten.

Ein Rechenbeispiel der NZZ für die Linie 13 zeigt, dass 89 Sekunden mehr Fahrzeit, rund 880’000 Franken kosten könnten.

20min/Taddeo Cerletti

Darum gehts

  • Flächendeckendes Tempo 30 beeinflusst den öffentlichen Verkehr – es kommt zu hohen Mehrkosten.

  • Die NZZ rechnet mit sechs Trams und 21 Bussen, die in der Stadt Zürich zusätzlich benötigt werden.

Geht es nach dem Stadtrat, gilt in Zürich künftig weitgehend Tempo 30. Das hat Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr, weil Trams und Busse langsamer unterwegs sind. «Es droht eine Ausdünnung des Angebots, weil niemand die Mehrkosten tragen will», warnt etwa Pro Bahn Zürich. Wie hoch die Mehrkosten sind, zeigte eine Auswertung der «Neuen Zürcher Zeitung».

Das Rechenbeispiel zeigt, wie hoch die Kosten für die Linie 13 sein könnten. Für die ganze Strecke hat das Tram nur 1 Minute und 29 Sekunden länger. Doch, wenn der Fahrplan weiterhin eingehalten werden soll, brauche es mindestens ein zusätzliches Tram. Jährlich kämen demnach 4000 Arbeitsstunden und 2400 gefahrene Kilometer hinzu. So ergeben sich laut dem Bericht Kosten von rund 880’000 Franken.

Um gesetzlich vorgeschriebenen Pausen für Personal und vor allem den Fahrplan auch weiterhin einhalten zu können, braucht es laut dem Artikel schätzungsweise sechs zusätzliche Trams und 21 weitere Busse für das gesamte Netz. Zudem seien mehr Angestellte nötig, da mehr Arbeitsstunden anfallen. Die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich rechnen mit rund 20 Millionen Franken zusätzlich pro Jahr.

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