Nachts Duschen: 9 Dinge, die dir die Hausordnung nicht verbieten darf

Nächtliches Duschen? Definitiv erlaubt. Wir zeigen dir acht weitere Dinge, die dir die Vermieterschaft nicht verbieten kann.

Nächtliches Duschen? Definitiv erlaubt. Wir zeigen dir acht weitere Dinge, die dir die Vermieterschaft nicht verbieten kann.

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Grenzen für VermieterDuschen, Rauchen, Kinderlärm – neun Dinge, die dir die Hausordnung nicht verbieten darf

In der Hausordnung dürfen der Vermieter oder die Vermieterin gewisse Verbote erlassen. Aber es gibt auch Grenzen. 

von
Meret Steiger

Eine Hausordnung ist grundsätzlich eine gute Sache, denn sie regelt das Zusammenleben im Mehrfamilienhaus. Damit die Ordnung auch eingehalten wird, ist sie häufig Bestandteil des Mietvertrages und wird explizit erwähnt beziehungsweise beigelegt.

Das heisst aber nicht, dass die Vermieterschaft ganz willkürlich Regeln auflisten darf. Die Hausordnung darf nämlich nicht gegen geltendes Recht verstossen oder die Mietenden in ihren Persönlichkeitsrechten einschränken. Die folgenden zehn Punkte haben in einer Hausordnung nichts zu suchen.

Duschverbot

Ein nächtliches Duschverbot ist nicht zulässig, ein Badeverbot dagegen schon: Das Einlaufenlassen des Wassers könnte stören.

Ein nächtliches Duschverbot ist nicht zulässig, ein Badeverbot dagegen schon: Das Einlaufenlassen des Wassers könnte stören.

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Nach 22 Uhr ist fertig geduscht – wenn es nach der Hausordnung geht. Das schränkt das Privatleben der Mietenden aber zu sehr ein. Du darfst also auch nachts noch unter die Dusche. Ein Vollbad hingegen darf verboten werden, weil das Einlaufenlassen des Wassers recht laut ist und die Nachbarschaft stören kann.

Übernachtungsverbot für Gäste

Du musst zwar die Nachtruhe einhalten, deine Vermieterschaft kann es dir aber nicht verbieten, Gäste einzuladen – auch nicht solche, die über Nacht bleiben.

Du musst zwar die Nachtruhe einhalten, deine Vermieterschaft kann es dir aber nicht verbieten, Gäste einzuladen – auch nicht solche, die über Nacht bleiben.

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Übernachtungsgäste können nicht verboten werden. Allerdings müssen sich die Gäste – egal, ob sie über Nacht bleiben oder wieder heimgehen – ans geltende Recht beziehungsweise die Hausordnung halten.

Tierbesuchsverbot

Die Hausordnung darf dir zwar das Halten eines eigenen Haustieres verbieten, Tiere zu Besuch sind aber grundsätzlich erlaubt.

Die Hausordnung darf dir zwar das Halten eines eigenen Haustieres verbieten, Tiere zu Besuch sind aber grundsätzlich erlaubt.

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Das Mitbringen von Tieren durch den Besuch ist auch bei einem Verbot von Tierhaltung gestattet. Aber die Nachbarinnen und Nachbarn dürfen nicht gestört werden, beispielsweise durch ständiges Bellen. Ist das der Fall, kann die Vermieterschaft ein Besuchsverbot aussprechen.

Verbot von Kinderlärm

Wer Kinder hat, weiss, dass sich Lärm auch bei allerbester Erziehung nicht vermeiden lässt. Kinderlärm kann deshalb nicht verboten werden – auch nicht vom Vermieter oder der Vermieterin. Allerdings gilt auch hier die Nachtruhe, währenddessen wird nicht herumgetobt. Babys sind davon ausgenommen: Sie dürfen schreien, wenn ihnen danach ist.

Rauchverbot

Die Hausordnung kann dir das Rauchen in der Wohnung nicht verbieten. Aber Achtung: Du kannst für Schäden haftbar gemacht werden, die durch Rauchen entstanden sind, beispielsweise verfärbte Wände.

Die Hausordnung kann dir das Rauchen in der Wohnung nicht verbieten. Aber Achtung: Du kannst für Schäden haftbar gemacht werden, die durch Rauchen entstanden sind, beispielsweise verfärbte Wände.

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Auch wenn es in der Hausordnung oder im Mietvertrag so steht – ein Rauchverbot verstösst gegen die Persönlichkeitsrechte der Mieterschaft und ist somit nicht verbindlich. Wenn aber die Hausordnung das Rauchen in gemeinsamen Räumen wie Treppenhaus oder Waschküche verbietet, musst du dich daran halten.

Musikverbot

Musikhören in Zimmerlautstärke ist immer, also auch nachts, erlaubt. Allerdings verbieten Polizeiordnungen, auf dem Balkon, der Terrasse oder bei offenem Fenster Musik zu hören.

Rasen nicht betreten

Gehört zum Haus eine Grünfläche, kann die Vermieterschaft das Betreten nicht verbieten – es sei denn kurzfristig, wenn beispielsweise Gartenarbeiten anstehen.

Pflanzverbot auf dem Balkon

Alle Pflanzen im Inneren des Balkons sind okay, die Blumenkisten an der Aussenseite der Balkonbrüstung könnte die Hausordnung verbieten – zum Beispiel aus Sicherheitsgründen.

Alle Pflanzen im Inneren des Balkons sind okay, die Blumenkisten an der Aussenseite der Balkonbrüstung könnte die Hausordnung verbieten – zum Beispiel aus Sicherheitsgründen.

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Der Vermietende kann den Mieterinnen und Mietern verbieten, Blumenkisten am Balkon aufzuhängen, beispielsweise aus Sicherheitsgründen. Hängt die Mieterschaft aber ihre Kisten nach innen auf oder stellt die Töpfe auf den Boden, spricht nichts dagegen.

Wäscheverbot auf dem Balkon

Wer seine Wäsche gern auf dem Balkon trocknet, darf das – auch wenn der Mietvertrag oder die Hausordnung dies verbietet.

Übrigens: Die Vermieterschaft darf die Wohnung auch nicht ohne deine Einwilligung betreten, sprich, bei unangekündigten Besuchen musst du den Vermieter oder die Vermieterin nicht reinlassen. Sie können aber 24 bis 48 Stunden vorher ankünden, dass sie die Wohnung beispielsweise für Wartungsarbeiten betreten müssen.  

Hast du ein gutes Verhältnis zu deinem Vermieter oder deiner Vermieterin?

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