Verschwundener 13-Jähriger: 90 Polizisten, Taucher und Hunde suchen nach Silas
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Verschwundener 13-Jähriger90 Polizisten, Taucher und Hunde suchen nach Silas

Der 13-Jährige Silas aus dem Kanton Freiburg bleibt nach wie vor vermisst. Lief der Teenie vor seinen Problemen davon?

von
ct/sul
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Silas A.* war seit dem vorletzten Sonntag vermisst.

Silas A.* war seit dem vorletzten Sonntag vermisst.

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Jetzt herrscht traurige Gewissheit: Der vermisste Silas (13) wurde tot in der Region Roggos Hürli (Chalet im Bild) gefunden.

Jetzt herrscht traurige Gewissheit: Der vermisste Silas (13) wurde tot in der Region Roggos Hürli (Chalet im Bild) gefunden.

ct
Das Gebiet zum Fundort ist sehr unwegsam. Ein Tourenskifahrer entdeckte seine Fussspuren und fand den leblosen Jungen.

Das Gebiet zum Fundort ist sehr unwegsam. Ein Tourenskifahrer entdeckte seine Fussspuren und fand den leblosen Jungen.

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Silas ist am Sonntagnachmittag in Schwarzsee nach einem Streit mit seiner Mutter weggelaufen. Seither fehlt vom 13-Jährigen jede Spur – und das bei anhaltend eisiger Kälte.

Ein grosses Suchdispositiv ist im Einsatz: Rund 90 Polizisten und 23 Mitglieder der Alpinen Rettung Schweiz ARS haben die Region weiträumig abgesucht. Polizeitaucher haben die Ufer des Schwarzsees kontrolliert, heisst es in eine Mitteilung der Polizei. Zudem wurden mehrere Spür- und Suchhunde eingesetzt.

20 Minuten weiss: Silas hatte Zoff. Mit seiner Mutter stritt er sich wegen Alkoholflaschen. Als sie ihn am Sonntagnachmittag von einem Jugendlager abholte, sprach sie ihn auf das Thema an. Daraufhin nahm er Reissaus.

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Silas A.* war seit dem vorletzten Sonntag vermisst.

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Jetzt herrscht traurige Gewissheit: Der vermisste Silas (13) wurde tot in der Region Roggos Hürli (Chalet im Bild) gefunden.

Jetzt herrscht traurige Gewissheit: Der vermisste Silas (13) wurde tot in der Region Roggos Hürli (Chalet im Bild) gefunden.

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Das Gebiet zum Fundort ist sehr unwegsam. Ein Tourenskifahrer entdeckte seine Fussspuren und fand den leblosen Jungen.

Das Gebiet zum Fundort ist sehr unwegsam. Ein Tourenskifahrer entdeckte seine Fussspuren und fand den leblosen Jungen.

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«Eigentlich keiner, der nur Mist im Kopf hat»

Auch mit dem Schuldirektor hatte Silas Stress. Ein Schulkollege des 13-Jährigen erzählt: «Es gab ein Instagram-Video, in dem sich Silas zusammen mit einem Kollegen über den Direktor lustig macht.» Mehrere weitere Schüler in seinem Schulhaus in Plaffeien bestätigen diese Geschichte.

Silas gelte sonst eigentlich nicht als Enfant Terrible. «Er ist sehr aufgestellt und hat immer etwas zu erzählen. Eigentlich ist er keiner, der nur Mist im Kopf hat», so der Mitschüler.

Mitschüler haben schlaflose Nächte

Nun plagen Angehörige und Freunde viele Fragen: Lief der Teenie vor seinen Problemen davon? Wenn ja, ist er irgendwo untergekommen, wo er im Warmen schlafen konnte? «Wir machen uns alle grosse Sorgen um ihn», sagt der Pöstler aus Silas' Wohnort Zumholz. Sein Sohn gehe mit Silas zur Schule: «Er hat schlaflose Nächte.»

Der Sohn des Pöstlers habe schon mehrmals versucht, Silas auf dessen Handy zu erreichen. Doch viele vermuten, Silas habe dieses gar nicht dabei. Auf Instagram haben inzwischen zahlreiche Freunde die Vermissten-Anzeige der Familie gepostet.

Auch die Mütter im Dorf zeigen sich von Silas Verschwinden betroffen. Eine Freundin von Silas Mami: «Ich leide sehr mit ihr mit.»

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