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Kanton Luzern«Zusammenhang zwischen Tod und Impfung höchst unwahrscheinlich»

In Luzern starb ein Bewohner eines Altersheims nach der Corona-Impfung. Laut Swissmedic besteht kein direkter Zusammenhang. Die Person litt an schweren Vorerkrankungen.

von
Pascal Michel
Bettina Zanni
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In diesem Altersheim in Ebikon LU wohnte die verstorbene Person.

In diesem Altersheim in Ebikon LU wohnte die verstorbene Person.

gwa
Die Person litt an schweren Vorerkrankungen.

Die Person litt an schweren Vorerkrankungen.

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Die Person ist nach einer Corona-Impfung verstorben.

Die Person ist nach einer Corona-Impfung verstorben.

Getty Images/iStockphoto

Die Schweiz hat bei Pfizer/Biontech drei Millionen Impfdosen bestellt. In den kommenden Monaten liefert der Pharmariese 250’000 Dosen pro Monat. Erste Kantone haben bereits begonnen, die Risikogruppen gegen das Coronavirus zu impfen. Am 4. Januar startet die schweizweite Impfkampagne.

Nun meldet die Agentur Reuters einen Todesfall, der in Zusammenhang mit der Impfung stehen könnte – ausgerechnet vor dem grossangelegten Impfstart in der Schweiz.

An Heiligabend geimpft

Demnach ist im Kanton Luzern eine Person nach einer Impfung gegen das Coronavirus verstorben. Die Luzerner Behörden hätten bereits das Heilmittelinstitut Swissmedic informiert. Der Kanton Luzern hatte als erster mit den Impfungen begonnen.

Laut der Zeitschrift «Zeitpunkt», die vom Massnahmen-Skeptiker Christoph Pfluger herausgegeben wird, handelte es sich beim Verstorbenen um den Bewohner eines Pflegeheims in Ebikon LU. Dieser sei an Heiligabend geimpft worden.

«Schmerzen in der Harnröhre und im Bauch»

«Am 26. Dezember klagte der betreffende Bewohner über Schmerzen in der Harnröhre und Schmerzen im Bauch. Er wurde immer wieder unruhig, später fiel der Blutdruck ab und der Puls erhöhte sich», heisst es im Artikel. Am Tag darauf habe der Heimarzt nochmals eine Untersuchung durchgeführt. «Am Dienstagmorgen wurde der Arzt per Mail über die Verschlechterung des Allgemeinzustands informiert. Bei seinem Rückruf war der Patient bereits verstorben.»

Impf-Skeptiker Pfluger schreibt weiter, dass dieser Einzelfall noch kein statistischer Nachweis für einen kausalen Zusammenhang sei. «Der Patient, der abgesehen von der Demenz als gesund galt, hätte theoretisch auch ohne Impfung sterben können.» Dies müsse dann eine Obduktion zeigen.

Pfluger weist aber auch darauf hin, dass laut den amerikanischen Behörden der Impfstoff bisher eine «Toxizitätsrate» von 2,8 Prozent besteht, also sich in dieser Häufung Komplikationen ergeben hatten. Pfluger schlussfolgert: «Falls sich der Anteil der Nebenwirkungen bestätigt, stellt sich die Frage, ob der Nutzen des Impfstoffs seine Risiken tatsächlich überwiegt.»

Auf Anfrage verweist die Arzneimittelbehörde Swissmedic auf ein Statement. «Abklärungen der kantonalen Gesundheitsbehörden und von Swissmedic haben ergeben, dass aufgrund der Krankengeschichte und des Krankheitsverlaufs ein Zusammenhang zwischen dem Tod und der Covid-19 Impfung höchst unwahrscheinlich ist.»

Impfstoff sei sicher

Für Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, stellt der aktuelle Todesfall die Sicherheit des neuen Impfstoffs nicht infrage. «Es sterben pro Tag im Schnitt 100 über 80-jährige Menschen in der Schweiz. Wenn man sie impft, sterben sie genauso oder genauso nicht.»

Verstorbene Person habe an mehreren Vorerkrankungen gelitten

Laut Swissmedic handelte es sich bei der betroffenen Person um eine 91-jährigen Person, die an mehreren schweren Vorerkrankungen gelitten hatte. «Weder die Krankengeschichte noch der akute Krankheitsverlauf legen einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen der Covid-19-Impfung und dem Tod nahe», so Swissmedic.

Die zur Verfügung stehenden, umfassenden Angaben wiesen auf die vorbestehenden Erkrankungen als natürliche Todesursache hin. Dies sei auch so auf dem Totenschein vermerkt worden.

«Bisher sind bei Impfungen gegen das neuartige Coronavirus keine unbekannten Nebenwirkungen aufgetreten», erklärt die Behörde. «Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte für eine Veränderung des Nutzen-Risiko-Profils des eingesetzten Impfstoffs.»

Das ist bei Nebenwirkungen zu tun

Die Behörde Swissmedic schreibt auf ihrer Webseite: «Wenn Sie nach einer Impfung Hinweise oder Symptome bemerken, die eine Nebenwirkung sein könnten, wenden Sie sich in erster Linie an diejenige Stelle, die geimpft hat, oder an Ihren behandelnden Arzt. Dieser verfügt über die erforderliche Fachinformation zum Impfstoff und kann, nach einer ersten Untersuchung entscheiden, ob es sich um eine Nebenwirkung oder eher um Beschwerden anderer Ursache handelt und kann entsprechende Massnahmen einleiten.» Das Fachpersonal meldet Nebenwirkungen oder Verdachtsfälle an Swissmedic. Dazu hat Swissmedic eine Onlineplattform eingerichtet.

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617 Kommentare
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Algorithmen

31.12.2020, 20:07

Swissmedic sowie die Gesundheitsämter werden vermutlich kein Interesse an Wahrheit haben.

Kusi_2

31.12.2020, 18:50

Wäre er nicht geimpft und hätte Corona, wäre er von den gleichen Stellen als Corona-Toter in den Statistiken geführt worden, unabhängig der Tatsache, dass er aufgrund seines Alters und Vorschäden sowieso jeden Tag und an jedem Schnupfen hätte sterben können. Bei der Impfung wird nun aber genau gegenteilig argumentiert und darauf beharrt, dass er alt und krank war und eine Kausalität nicht nachweisbar sei. Es ist genau diese subtile Form der Manipulation, dieses zurecht Drehen von Fakten zu Wahrheiten seitens Politik, Behörden und vor allem auch von den Medien, die Kritiker befeuern und selbst rational denkende Menschen an der Integrität der genannten Involvierten zweifeln lässt. Die Medien haben in dieser Krise ihre Funktion als kritische Frager nicht wahrgenommen und von A bis Z versagt. Unsere Medien sind zu Propagandasprachrohren von Bundesrat, linken Demokratieabschaffern und Umverteilern verkommen.

SuSuRu

31.12.2020, 15:59

Ganz wichtig: Ruft bitte immer den Kundendienst des entsprechenden Pharmakonzernes an, wenn Ihr eine unerwünschte Nebenwirkung bei der Anwendung eines Pharmaproduktes habt (ob zusammenhängend oder nicht): Medikamente, Impfungen oder auch Alltagsprodukte wie Zahnpasta oder Cremen. Bitte ruft an, es ist extrem wichtig! Denn die Pharma-Industrie ist weltweit gesetzlich dazu verpflichtet, all diese Fälle genauestens zu dokumentieren und in eine Internationale Datenbank einzutragen. Nur so kann ein genaues Bild eines Pharmaproduktes aufgebaut werden, die Nebenwirkungsliste und Gefahrenliste besser geführt werden und im schlimmsten Fall ein Produkt wieder vom Markt genommen werden. Ruft bitte an, schreibt ein Email oder Brief, denn die Pharma muss all diese Meldungen aufnehmen, ist Gesetz, welches wegen dem Contergan Skandal aufgestellt wurde.