Aktualisiert 27.05.2019 11:39

Auffahrt und Pfingsten

92'000 Zug-Sitzplätze mehr über die Feiertage

An Auffahrt und Pfingsten zieht es viele in den Süden. Damit ist der Stau auf Schiene und Strasse vorprogrammiert. Die SBB setzt deshalb allein an Auffahrt 29 Zusatzzüge ein.

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vro
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Auf der Nord-Süd-Achse erwartet die SBB am Auffahrts- und am Pfingstwochenende ein erhöhtes Passagieraufkommen.

Auf der Nord-Süd-Achse erwartet die SBB am Auffahrts- und am Pfingstwochenende ein erhöhtes Passagieraufkommen.

Keystone/Alexandra wey
Wer sein Velo mitnehmen will, braucht gegebenenfalls eine Reservation.

Wer sein Velo mitnehmen will, braucht gegebenenfalls eine Reservation.

Keystone/Martin Ruetschi
Auch das Verladen der Velos ist möglich. Sie werden jeweils zwischen der Lok und der 1. Klasse im Wagen verstaut.

Auch das Verladen der Velos ist möglich. Sie werden jeweils zwischen der Lok und der 1. Klasse im Wagen verstaut.

Keystone/urs Flueeler

So wird der Schienenverkehr verstärkt

Wer an Auffahrt oder Pfingsten in den Süden möchte, der ist nicht allein. So rechnet beispielsweise die SBB mit einer sehr hohen Frequenz in den Süden. Über die Auffahrtstage vom Mittwoch bis am Sonntag und dem darauffolgenden Pfingstwochenende stellt sie deshalb Zusatzzüge bereit, wie es in einer Mitteilung heisst. An Auffahrt sollen 29 Zusatzzüge Engpässe verhindern, an Pfingsten sind es 31. Auch diverse Regelzüge werden verstärkt. So sollen 45'000 zusätzliche Sitzplätze an Auffahrt und 47'000 Sitzplätze an Pfingsten zur Verfügung stehen.

Diese Züge sollten Sie nehmen

Dennoch ist eine gründliche Planung an diesen Wochenenden wertvoll. Die SBB empfiehlt jenen, die ins Tessin fahren, die Intercity-Züge jeweils um xx.32 Uhr oder die Zusatzzüge um xx.45 Uhr ab Zürich HB zu nehmen. Wer von Basel oder Luzern komme und in Arth-Goldau zusteige, solle darauf achten, jeweils jene Anschlüsse um xx.18 Uhr zu nehmen. Wer nach Italien reist, braucht zudem zwingend eine Sitzplatzreservierung. Auch für Reisen innerhalb der Schweiz rät die SBB dazu.

So passt auch das Velo in den Zug

Wer mit dem Velo unterwegs ist, muss besonders gut planen. Denn nicht in allen Zügen hat es dafür genügend Platz. Gemäss der SBB ist es aufgrund der Sicherheitsbestimmungen im Gotthardtunnel zwingend erforderlich, im Voraus einen Platz für das Velo zu reservieren. Alternativ verkehrt an Samstagen und Sonntagen sowie am 30. Mai ab Zürich der «Gotthard-Weekender» über die Gotthard-Panoramastrecke. Dort hat es Platz für Velos und Gepäck, eine Reservation fürs Velo ist nicht zwingend.

Zudem ist es auch möglich, das Velo verladen zu lassen. Am Lötschberg und nach Graubünden gibt es deswegen an den Wochenenden vom 30. Mai bis 27. Oktober sowie an Auffahrt, am Freitag nach Auffahrt und am Pfingstmontag mehr Personal, das beim Verladen hilft.

Hier lauern Behinderungen

Wegen des Zusatzverkehrs müssten die Kunden teilweise umsteigen, schreibt die SBB. Manche Züge fahren zudem von einem anderen Gleis als normalerweise. Dies trifft etwa auf Arth-Goldau, Bellinzona und Lugano zu. Weil ab dem 9. Juni zudem die Bahnstrecke zwischen Zug und Arth-Goldau wegen Bauarbeiten komplett gesperrt ist, ändert der Fahrplan auf der Nord-Süd-Achse teils stark. Die aktualisierten Fahrpläne können hier abgerufen werden.

Hier kann es eine Blechlawine geben

Auch das Astra hat bereits vor erhöhtem Verkehrsaufkommen gewarnt. Besonders staugefährdet sind die verlängerten Wochenenden über Auffahrt, Pfingsten und Fronleichnam (20. Juni). Die Höhepunkte erwartet Viasuisse an Auffahrt bereits am Mittwoch und Donnerstag sowie am Sonntag. An Pfingsten sind es Freitag und Samstag sowie Montag. Dann kann sich der Stau bis in die Nacht hineinziehen.

Hier ist mit Stau zu rechnen

Die grösste Belastung dürfte man auf der A2 besonders im Bereich des Gotthardtunnels spüren. Auch auf der San-Bernardino-Route rechnet das Astra mit Behinderungen. Bei schönem Wetter kann es schweizweit mehr Verkehr geben.

Bei den Hauptstrassen sind jene zwischen Spiez und Kandersteg, Gampel und Goppenstein, Brunnen und Flüelen (Axenstrasse), Raron und Brig, Bellinzona und Locarno sowie diverse andere Haupstrassen im Berner Oberland, Graubünden und den Walliser Seitentälern staugefährdet. An den Grenzübergängen Au, Koblenz, St. Margrethen und Thayngen sind ebenfalls Wartezeiten möglich.

Dann reist man am besten

Viasuisse empfiehlt in einer Mitteilung vom Montag, möglichst schon am Mittwochmorgen Richtung Süden zu reisen. Ab 9 Uhr wird der erste Stau vor dem Gotthard erwartet. Der Höhepunkt dürfte zwischen 15 und 20 Uhr liegen. Viasuisse rechnet mit bis zu 10 Kilometern Stau.

Sollte sich der Stau überhaupt auflösen, geht es am Donnerstag um 6 Uhr bereits wieder los. Zwischen 8 Uhr und 15 Uhr dürfte es am meisten Stau geben. Ab 17 Uhr dürfte dann wieder freie Fahrt herrschen. Und am Freitag werden lediglich 3 Kilometer Stau erwartet.

Für die Heimreise gilt ebenfalls: Wer früh aufsteht, steht weniger lang im Stau. Laut Viasuisse dürfte es am Samstag ab 10 Uhr vor dem Südportal stauen, Höhepunkt ist zwischen 14 Uhr und 19 Uhr. Die Staulänge dürfte auf 9 Kilometer anwachsen und sich wohl nicht vor Mitternacht auflösen. Am Sonntag sind sogar 12 Kilometer Stau möglich, dieser beginnt ab 9 Uhr, ab 22 Uhr dürfte er sich langsam wieder auflösen. Freie Fahrt wird aber voraussichtlich erst nach Mitternacht herrschen.

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