RS-Beginn: 93 Rekruten sind zu gefährlich für die Armee
Aktualisiert

RS-Beginn93 Rekruten sind zu gefährlich für die Armee

Es gilt wieder ernst: 7400 Rekruten sind in die Sommer-RS eingerückt. Auf 93 Rekruten verzichtet die Armee allerdings. Sie haben die Risikoprüfung nicht bestanden.

Seit Anfang Jahr ist die revidierte Militärdienstpflicht-Verordnung in Kraft. Diese verlangt, dass angehende Rekruten zwischen der Rekrutierung und dem Einrücken in die Rekrutenschule (RS) einer Risikoprüfung unterzogen werden. Dabei wird geprüft, ob eine strafrechtliche Verurteilung vorliegt oder ein Strafverfahren hängig ist.

Bei 93 Personen wurde nun festgestellt, dass sie für ihr Umfeld eine mögliche Gefahr darstellen könnten, teilte das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mit.

Die Massnahme sei eine Folge des Mordes vom Hönggerberg in Zürich im Jahr 2007, sagte Armee-Sprecher Christoph Brunner auf Anfrage. Damals hatte ein 21-jähriger Soldat mit einem Schweizer Armeegewehr eine 16-Jährige getötet.

Für Rekruten in schwierigen Situationen bietet die Armee intern Hilfe: Der Sozialdienst der Armee steht den Rekruten mit vier Sozialberatern und 17 Milizberatern bei familiären, finanziellen oder rechtlichen Fragen zur Seite.

(sda)

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