Gefährliche Strecke: A8: Kanton will mehr Sicherheit
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Gefährliche StreckeA8: Kanton will mehr Sicherheit

Nachdem zwei Kinder und ein Mann auf der A8 bei Alpnach im Auto verbrannt sind, soll die Strecke sicherer werden.

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Zéline Odermatt/ Daniela Gigor

«Bisher lehnte es das Astra ab, Mitteleitplanken auf der A8 zu erstellen», sagt der Obwaldner Baudirektor Paul Federer. Grund: Für Einsatzkräfte wie etwa Polizei oder Feuerwehr würden die Einsätze erschwert. Diskutiert worden sei mit dem Astra auch der Bau einer vierspurigen Autobahn ohne Pannenstreifen. Nach dem schrecklichen Autounfall vom Sonntag müsse er gemeinsam mit dem Justiz-und Sicherheitsdepartement und dem Astra neu verhandeln: «Wir müssen schauen, wie wir die Sicherheit kurz- und mittelfristig verbessern können.»

Dieser Meinung ist auch CSP-Kantonsrat Leo Spichtig. Er hatte bereits Ende 2011 einen Vorstoss eingereicht, um die Strecke sicherer zu machen: «Das Astra ist damals aber zu wenig darauf eingegangen.» Handlungsbedarf sieht auch Albert Sigrist, Parteipräsident der SVP Obwalden. Beim Astra zeigt man Gesprächsbreitschaft: «Falls der politische Druck gross ist, kann die Strecke schon noch einmal zum Thema werden», sagt Sprecher Andreas Rüegger.

Tote noch nicht identifiziert

Beim Verkehrsunfall vom Sonntag verbrannten in Alpnach OW zwei Kinder und ein Mann nach eine Frontalkollision in ihrem Auto. Nach wie vor unklar ist die genaue Brandursache. Auch die Identifizierung der Toten ist noch nicht abgeschlossen. Die positive Nachricht: Die vier Insassen des zweiten am Unfall beteiligten Autos waren gestern ausser Lebensgefahr.

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