Aare-Mord: Der Täter ist ein Fetischist
Aktualisiert

Aare-Mord: Der Täter ist ein Fetischist

Der Mann, der Ende 2000 in Münsingen Karin Merkl erwürgt hat, leidet

an einem «kleinen Fetischismus». Dies diagnostizierte gestern der psychiatrische Gutachter Volker Dittmann vor dem Gericht.

Der Täter stehe auf Dessous, die er gerne in Stücke schneide. Zudem leide er an einer Persönlichkeitsstörung, die sich vor allem bei Beziehungen zu Frauen äussere. Eine fünf bis sieben Jahre dauernde Therapie könne die hohe Rückfallgefahr reduzieren. Laut Dittmann sei der Angeklagte einer Therapie zugänglich.

Unklar bleibt das Tatmotiv. Der damals 28-jährige Mann erwürgte die ihm nur flüchtig bekannte 27-Jährige am 30. Dezember 2000 in seiner Wohnung in Münsingen. Er habe plötzlich eine unglaubliche Wut gehabt, sagte der Mann. Später brachte er die tote Karin mit dem Mofa zur Aare. Das Urteil wird am Donnerstag erwartet.

(SDA/bar)

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