Aktualisiert 15.05.2007 10:43

«Aargau gegen AKW» gegründet

Im Kanton Aargau formiert sich der Widerstand gegen den Bau eines neuen Atomkraftwerkes. Die Plattform «Aargau gegen AKW» will das «Bild des atombegeisterten Kantons» in der Öffentlichkeit korrigieren.

Der Aargau werde in der Schweiz als Kanton von AKW-Befürwortern wahrgenommen, in dem sich die möglichen Standortgemeinden um ein weiteres AKW stritten, teilte die Plattform «Aargau gegen AKW» am Dienstag mit. Diese Sicht entspreche nicht den Tatsachen.

Initiant der Plattform ist Geri Müller, grüner Nationalrat und Vizestadtammann von Baden. Die Plattform solle ein Gegengewicht zum öffentlichen Bild des Aargaus setzen, sagte Müller auf Anfrage.

Die Aargauer und Aargauerinnen ständen nicht geschlossen hinter den Plänen für ein neues AKW. Ein grosser Teil der Bevölkerung befürworte den Umstieg auf saubere Energiequellen.

Für erneuerbare Energie

Im Grundsatzpapier werden auch unbefristete Bewilligungen für bestehende Anlagen abgelehnt. Gefordert werden Energieeffizienz und der Einsatz von erneuerbarer Energie.

Auch die SP Aargau sucht eine Zusammenarbeit mit AKW-Gegnern, um eine Energiewende herbeizuführen. Die SP will alle energiepolitisch fortschrittlichen Kreise einladen, sich zu einer Bewegung zusammenzuschliessen, wie die Partei vergangene Woche ankündete.

(sda)

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