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Autoposer-Delikte stark zugenommenAargauer Polizei führt Task Force «Poser und Tuner» ein

Im Kanton Aargau gab es 2020 mehr Betrugsfälle, Autoposer- und Raserdelikte. Die Zahl der Verkehrstoten sank hingegen auf einen historischen Tiefstand. Das zeigt ein Jahresrückblick.

von
Monira Djurdjevic
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Die Zahl der Verkehrstoten ist im Kanton Aargau auf einen historischen Tiefstand gefallen. Am Freitag blickte die Kantonspolizei Aargau auf das Jahr 2020.

Die Zahl der Verkehrstoten ist im Kanton Aargau auf einen historischen Tiefstand gefallen. Am Freitag blickte die Kantonspolizei Aargau auf das Jahr 2020.

Laut Rudolf Scherer, Abteilungschef Mobile Polizei,  haben aber Raser- und Autoposerdelikte zugenommen. 

Laut Rudolf Scherer, Abteilungschef Mobile Polizei, haben aber Raser- und Autoposerdelikte zugenommen.

Entsprechend sei zusätzlich zur Gruppe «Besondere Ermittlungen», welche sich mit Rasern beschäftigt, eine Task Force «Poser und Tuner» eingeführt worden.

Entsprechend sei zusätzlich zur Gruppe «Besondere Ermittlungen», welche sich mit Rasern beschäftigt, eine Task Force «Poser und Tuner» eingeführt worden.

Darum gehts

  • Der Kanton Aargau verzeichnete letztes Jahr zwar weniger Einbrüche, dafür gab es mehr Betrugsfälle und Gewaltdelikte.

  • Auch Raser- und Autoposerdelikte haben im Corona-Jahr zugenommen.

Am Freitag blickte die Kantonspolizei Aargau auf das Jahr 2020. «Unser Polizeibestand hinkt im schweizerischen Vergleich nach», sagte Polizeidirektor Egli Dieter in einer digitalen Medienkonferenz. Der Handlungsbedarf sei für ihn nach wie vor klar: «Wenn die Aargauer Kantonspolizei das immer komplexer werdende Alltagsgeschäft bewältigen und dabei auch in ausserordentlichen Situationen einsatzfähig sein soll, dann muss sie personell verstärkt werden.»

Es gebe aber laut Egli auch Positives zu berichten. So gab es einen Rückgang bei den Einbrüchen. Homeoffice-Empfehlungen und Grenzschliessungen aufgrund der Pandemie dürften dazu beigetragen haben.

Im Gegensatz dazu nahmen Diebstähle aus Keller- und Garagenräumen zu. Zudem verzeichnete der Kanton Aargau mehr Gewaltdelikte. «Vor allem Fälle von häuslicher Gewalt stiegen an. Da sehen wir ebenfalls einen Zusammenhang mit der Pandemie», so Egli.

Zahl der Verkehrstoten auf historischem Tiefstand

Der Kanton Aargau verzeichnete letztes Jahr eine hohe Anzahl von Strafanzeigen wegen des Verdachts auf Betrug bei Covid-19- Krediten. Wie der Abteilungschef der Kriminalpolizei, Markus Gisin, sagte, dürfte sich der Deliktsbetrag auf über zehn Millionen Franken belaufen.

Laut Rudolf Scherer, Abteilungschef Mobile Polizei, haben auch Raser- und Autoposerdelikte zugenommen. Entsprechend sei zusätzlich zur Gruppe «Besondere Ermittlungen», welche sich mit Rasern beschäftigt, eine Task Force «Poser und Tuner» eingeführt worden.

Die Zahl der Verkehrstoten sei hingegen auf einen historischen Tiefstand gefallen. «Zum ersten Mal ist die Zahl der Verkehrstoten einstellig», so Scherer. Acht Menschen kamen letztes Jahr ums Leben. 2019 waren es elf.

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