Aktualisiert 06.09.2007 12:27

Aargauer Reformierte lancieren ersten Velo-Gottesdienst

Die Reformierte Landeskirche des Kantons Aargau setzt auf ungewohnte Wege, um ihre Schäfchen bei der Stange zu halten. Nach Töff-Gottesdiensten organisiert sie am kommenden Sonntag den ersten Aargauer Velo-Gottesdienst.

«Velofahren und mit Lust der Schöpfung gedenken», so lautet das Motto des besonderen Gottesdienstes in Schinznach-Dorf unter freiem Himmel. Nach einem Welcome-Drink für die Radfahrer wird gemäss Programm die Musikgesellschaft des Dorfes den Feiergottesdienst eröffnen.

Die Wahrung der Schöpfung stehe im Vordergrund, sagte Fritz Ehrensperger, reformierter Pfarrer von Schinznach-Dorf und Initiant der «Velo-Chile», auf Anfrage. Es gehe darum, beim Klimaschutz den Worten auch Taten folgen zu lassen.

Näher zu den Menschen

«Die Kirche muss die Menschen dort erreichen, wo ihr Herz schlägt», sagte Frank Worbs, Mediensprecher der Reformierten Landeskirche Aargau, auf Anfrage. Die Leute besuchten die Gottesdienste vor allem an ihren Wohnorten.

Zur «Velo-Chile» habe er viele positive Reaktionen erhalten, sagte Ehrensperger. Der Gottesdienst werde auch von Umwelt- und Naturschutzorganisationen wie WWF und VCS unterstützt. Er rechnet mit bis zu 200 Besuchern.

Gottesdienst für Biker als Renner

Töffgottesdienste mit Bratwurst, Gebet und Rockmusik haben im Aargau bereits Tradition. 700 Personen mit 350 Motorrädern besuchten am vergangenen Sonntag den 6. Töffgottesdienst auf dem Herzberg bei Aarau.

Es sei in diesem Jahr der bestbesuchte Töffgottesdienst der Schweiz gewesen, sagte Worbs. Die Reformierte Landeskirche hatte den Gottesdienst für Biker zusammen mit der Freien Christengemeinde Aarau und mit christlichen Töffclubs organisiert. (sda)

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