Dauerregen: Ab Donnerstag droht Hochwasser
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DauerregenAb Donnerstag droht Hochwasser

Auf das warme Frühlingswetter folgt der Regen. Viel Regen. Laut Meteonews können örtlich über 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fallen.

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vro
Während der Eisheiligen fällt in der Schweiz Dauerregen, der Gewässer über die Ufer treten lassen könnte. Auch die Aare ist gefährdet und könnte den Pegel des Thunersees wie bereits im Mai 2015 deutlich ansteigen lassen.

Während der Eisheiligen fällt in der Schweiz Dauerregen, der Gewässer über die Ufer treten lassen könnte. Auch die Aare ist gefährdet und könnte den Pegel des Thunersees wie bereits im Mai 2015 deutlich ansteigen lassen.

Keystone/Peter Schneider

Die vergangenen Tage boten vielen Schweizern einen Vorgeschmack auf den Sommer. Doch damit ist es endgültig vorbei. Im Süden begannen die Niederschläge bereits am Montag, und das mit teils kräftigem Regen, wie Meteonews schreibt. Am Mittwoch könnte er noch stärker werden und bis Freitagabend oder Samstagmorgen anhalten. Gebietsweise können deshalb über 100 Liter pro Quadratmeter fallen.

Auch der Norden kommt kaum besser weg. Von Donnerstag bis Samstagabend werden in der Ostschweiz 30 bis 50 Liter Regen erwartet, im Westen 50 bis 80 Liter. Über dem Jura und im Napfgebiet könnten gar 100 Liter pro Quadratmeter fallen.

Hochwasser und Erdrutsche

Gemäss Meteonews dürfte der Süden die Regenmengen gut verkraften, da diese für die Region und auf vier Tage verteilt nichts Aussergewöhnliches seien. Im Norden sieht es jedoch anders aus. Der intensive Regen, der von Donnerstag bis Samstag erwartet wird, könnte dazu führen, dass Flüsse über die Ufer treten. «Gerade weil die Schneefallgrenze relativ hoch liegt, könnte etwa die Aare Hochwasser führen», sagt Meteorologe Cédric Sütterlin. Auch der Rhein oder die Reuss, hauptsächlich aber Flüsse in der Westschweiz, seien gefährdet. Zudem seien auch Erdrutsche möglich.

Beinahe Tropennacht

Immerhin, in der Nacht auf Dienstag hat das Frühlingswetter nochmals zum Schlussspurt angesetzt. In Schattdorf UR und in Buchs SG wurde eine Tropennacht mit 19,5 respektive 19,4 Grad nur knapp verpasst. Auch in anderen Regionen gab es eine milde Nacht. In Hinwil ZH war es 16,1 Grad warm, in Schwyz 15,6 Grad und in Basel 15,1 Grad.

Es sei durchaus möglich, dass es lokal knapp für eine Tropennacht gereicht hat, sagt Sütterlin. Wegen eines Ausfalls sämtlicher Wetterstationen in der Nacht auf Dienstag könne man jedoch nur auf die Daten privater Messanlagen zurückgreifen.

Ab Montag geht es bergauf

Auf die warme Nacht folgen mit den Eisheiligen deutlich kühlere Temperaturen. Mamertus (Mittwoch) lasse zwar wortwörtlich noch Milde walten, Pankratius (Donnerstag) aber kennt keine Gnade mehr und lässt die Temperaturen purzeln. «Die Höchsttemperatur liegt dann bei rund 16 Grad», sagt Sütterlin.

Am Freitag geht es weiter bergab, bis zur Kalten Sophie am Sonntag dürfte es dann bei rund 13 bis 14 Grad bleiben. Laut Meteonews sind diese Temperaturen für die Jahreszeit deutlich zu tief. Immerhin, in der folgenden Woche sollte es laut Sütterlin wieder besser werden. «Ab Montag geht es aufwärts.»

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