Aktualisiert 25.06.2019 16:15

Post-Home-ButtonAb Herbst kann der Pöstler per Knopf bestellt werden

Ein Knopfdruck genügt – und der Pöstler holt das Paket an der Tür ab. Diesen Service will die Post definitiv einführen. Sie bestellt Home-Buttons für 10'000 Kunden.

von
S. Spaeth
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Post-Mitarbeiter kommen auf Bestellung an die Haustür.

Post-Mitarbeiter kommen auf Bestellung an die Haustür.

Keystone/Christian Beutler
Die Post führt den Post-Home-Button definitiv ein. Sie sucht über eine öffentliche Ausschreibung einen Generalunternehmer bzw. Lieferanten.

Die Post führt den Post-Home-Button definitiv ein. Sie sucht über eine öffentliche Ausschreibung einen Generalunternehmer bzw. Lieferanten.

Ein Knopfdruck genügt, und der Pöstler holt am nächsten Tag Briefe und Pakete an der Haustür ab oder liefert die bestellten Briefmarken.

Ein Knopfdruck genügt, und der Pöstler holt am nächsten Tag Briefe und Pakete an der Haustür ab oder liefert die bestellten Briefmarken.

Keystone/Christian Beutler

Weniger Poststellen, mehr Zugangspunkte. Während die Post seit Jahren traditionelle Filialen schliesst, investiert der Konzern in den Hausservice. Künftig werden Kunden ihren Pöstler direkt an die eigene Haustüre bestellen können. Konkret: Ein Knopfdruck genügt, und der Pöstler holt am nächsten Tag Briefe und Pakete an der Haustür ab oder liefert die bestellten Briefmarken.

Wie eine Ausschreibung auf der Vergabeplattform Simap zeigt, sucht die Schweizerische Post einen Generalunternehmer für die sogenannten Post-Home-Buttons (PHB). Zu den Aufgaben des Dienstleisters gehören etwa Produktion und Beschriftung des Bestellknopfs sowie Installation der Software. Die Post garantiert laut Ausschreibung die Abnahme von mindestens 10'000 Stück.

Bestellservice ist kostenlos

«Voraussichtlich wird der Post-Home-Button ab Herbst 2020 in Gebieten mit Hausservice eingeführt», sagt eine Post-Sprecherin auf Anfrage von 20 Minuten. Fünf Pilotgebiete werden bereits ein Jahr zuvor, nämlich ab Herbst 2019, bedient. Welche Regionen das betrifft, will die Post zu einem späteren Zeitpunkt kommunizieren. Klar ist: Der Pöstler-Bestellservice ist kostenlos. In Regionen ohne Hausservice wird der Home-Butto nicht angeboten.

Der PHB basiert auf dem sogenannten Low Power Network (LPN), das die staatsnahen Betriebe Post, Swisscom und SBB schweizweit aufbauen. Das LPN ist eine Voraussetzung für die Realisierung des Internets der Dinge. Wie aus der Ausschreibung weiter hervorgeht, muss der Anbieter Home-Button-Nachbestellungen zu einem fixen Preis über fünf Jahre garantieren.

Pöstler-Bestellung auch über App und Telefon?

Im Sommer 2018 hatte die Post das Bestellverfahren mit dem Home-Button bei Kunden in der Region Olten, Liestal und Sissach getestet. «Die Rückmeldungen waren zufriedenstellend», heisst es bei der Post.

Mit einem speziellen Stift konnten die Post-Kunden im Rahmen des Versuchs ein Kärtchen scannen und so bestimmte Dienstleistungen bestellen. Die Post hat den Home-Button für den Pilotversuch zusammen mit einer Drittfirma entwickelt. Den Namen hält die Post geheim. Wie es in der Ausschreibung heisst, ist die Firma ebenfalls zu Angebotsabgabe zugelassen, wobei die Gleichbehandlung der Anbieter gewährt sei.

Zudem arbeitet die Post ab Oktober 2019 im Rahmen eines Pilotprojekts an der Weiterentwicklung der «Leistungen am Domizil». Die Kunden sollten laut Ausschreibung die Möglichkeit haben, den Hausservice auch über eine Website, eine App oder telefonisch zu bestellen. Anhand der Testergebnisse wird die Post im Frühling 2020 wissen, wie hoch der Bedarf an Bestellknöpfen tatsächlich ist.

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