12.08.2020 12:57

BundesratAb Oktober sind Grossanlässe wieder möglich

Das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen fällt. Damit sind unter Auflagen bald wieder Fussballspiele vor mehr Fans oder Konzerte möglich.

von
Daniel Waldmeier
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Schutzkonzepte und Abstand: Fussballspiele vor mehr Fans sollen dank Schutzkonzepten wieder möglich werden.

Schutzkonzepte und Abstand: Fussballspiele vor mehr Fans sollen dank Schutzkonzepten wieder möglich werden.

KEYSTONE
Die Kantone entscheiden im Einzelfall, welche Veranstaltungen eine Bewilligung erhalten.

Die Kantone entscheiden im Einzelfall, welche Veranstaltungen eine Bewilligung erhalten.

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Die Fussball- und Hockeyclubs hatten Druck auf die Politik gemacht, wieder mehr Fans zuzulassen.

Die Fussball- und Hockeyclubs hatten Druck auf die Politik gemacht, wieder mehr Fans zuzulassen.

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Darum gehts

  • Der Bundesrat kommt den Sportclubs und Kulturveranstaltern entgegen.
  • Die Kantone müssen jede einzelne Grossveranstaltung bewilligen.

Trotz der steigenden Fallzahlen gibt der Bundesrat grünes Licht für Grossveranstaltungen: Er hat entschieden, per 1. Oktober Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen wieder zu erlauben.

Die Anlässe müssen allerdings von den Kantonen bewilligt werden. Diese müssen laut dem Bundesrat ihre epidemiologische Lage und ihre Kapazitäten für das Contact-Tracing berücksichtigen. Bis am 2. September soll das Innendepartement einheitliche Bewilligungsanforderungen für Grossanlässe ausarbeiten. Diese sollen für alle Bereiche gelten – vom Sport bis zur Kultur oder dem Gottesdienst.

Zeit für die Kantone

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sind in der Schweiz seit dem 28. Februar 2020 verboten. Das Verbot ist laut dem Bundesrat eine der zentralen Massnahmen, mit der die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus reduziert werden konnte. Es wird nun um einen Monat bis Ende September verlängert. «Damit erhalten die Kantone Zeit, um das Bewilligungsregime vorzubereiten und wenn nötig die Kapazitäten für das Contact Tracing zu erhöhen», schreibt der Bundesrat.

Mit der Lösung trage er den gesellschaftlichen Bedürfnissen etwa nach einem vielfältigen Kulturleben und Sportangebot sowie den wirtschaftlichen Interessen Rechnung, argumentiert der Bundesrat. «Nicht alle Grossveranstaltungen bergen dieselben Risiken. So gibt es Grossanlässe, bei denen der Mindestabstand weitgehend eingehalten werden kann.»

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In Deutschland ist die Rückkehr der Fans in die Stadien offen. Der Gesundheitsminister wies das Konzept der Fussball-Liga jüngst zurück. Die Rede ist nun von einer Öffnung im November.

In Deutschland ist die Rückkehr der Fans in die Stadien offen. Der Gesundheitsminister wies das Konzept der Fussball-Liga jüngst zurück. Die Rede ist nun von einer Öffnung im November.

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Auch Spanien wartet ab, nachdem die Fallzahlen zuletzt wieder stark gestiegen sind.

Auch Spanien wartet ab, nachdem die Fallzahlen zuletzt wieder stark gestiegen sind.

KEYSTONE
In Österreich dürfen ab September bis zu 10’000 Fans wieder ins Stadion. Die genaue Zahl hängt vom Fassungsvermögen ab.

In Österreich dürfen ab September bis zu 10’000 Fans wieder ins Stadion. Die genaue Zahl hängt vom Fassungsvermögen ab.

EPA/ANDREAS SCHAAD

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937 Kommentare
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Andy Ratlos

13.08.2020, 09:23

Kann ich jetzt absolut nicht verstehen diesen Entscheid! Wollen die einen zweiten Lockdown? Wie die hohen, steigenden Zahlen der neu Ansteckungen belegen, halten sich die Leute jetzt schon nicht an die geltenden Regeln, Massnahmen! Dies wird mit diesem unverständlichen, gefährlichen Entscheid sicher besser werden. Aber dies ist meines Erachtens eigentlich doch gut, denn ein zweiter Lockdown wird das heutige, kapitalistische System nicht überstehen und somit müssen endlich, längst überfällig, neue Lebensmodelle erschaffen werden.

Was will ich noch mehr

13.08.2020, 09:06

Ich gehe Arbeiten und meine Freizeit spielt sich zu Hause ab! Grillieren und Bier trinken kann ich zu Hause und im Garten!

Hulk

13.08.2020, 08:00

wir sollten alle so leben wie vor der Corona-Zeit, bin überzeugt es würde nicht markant mehr Spitaleintritte wegen Corona-Kranken geben. Die Risikogruppen haben mittlerweile gelernt sich selber zu schützen.