ABB: Aktionäre stimmen Kapitalerhöhung zu
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ABB: Aktionäre stimmen Kapitalerhöhung zu

Mit überwältigendem Mehr haben die Aktionäre des hochverschuldeten Technologiekonzerns ABB die Kapitalerhöhung von über 3 Mrd. Fr. am Donnerstag abgesegnet. ABB setzte einen Bezugspreis von 4 Fr. je Aktie fest.

Über 1000 Aktionäre, die rund 49 Prozent der Aktienstimmen vertraten, nahmen an der ausserordentlichen Generalversammlung vom Donnerstag in Zürich teil.

ABB erhöht das Kapital um 2,5 Mrd. Dollar (3,25 Mrd. Fr.) und gibt dazu 840 Mio. neue Aktien zu einem Preis von je 4 Fr. heraus. Das Umtauschverhältnis beträgt 7 neue für 10 alte Titel.

Die neuen Aktien waren von einem Bankenkonsortium zu einem Mindestemissionspreis von 3,40 Fr. fest übernommen worden. Laut ABB reflektiert die Erhöhung des Bezugspreises auf 4 Fr. die positive Marktreaktion auf das Kapitalstärkungsprogramm sowie den Anstieg der Aktie seit Bekanntgabe der Pläne am 28. Oktober.

Die Aktien notierten um 11.45 Uhr plus 1,5 Prozent auf 8,15 Franken.

Geringere Verwässerung

Da die Gesamtsumme bei 2,5 Mrd. Dollar belassen wurde, so dass statt den ursprünglich geplanten 960 Mio. Aktien jetzt 840 Mio. Aktien herausgegeben wurden, reduziert sich die Verwässerung um etwa 5 Prozent, wie die Analysten der Bank Vontobel mitteilten. Der Titel beinhalte weiterhin Risiken, da unter anderem das Asbestproblem noch nicht gelöst sei.

Auch Dormann bezeichnete die Asbest-Klagen in einem Interview mit dem Zürcher «Tages-Anzeiger» vom Donnerstag als Restrisiko. Er wagte aber folgende Prognose: «Alle Leute, die heute daran zweifeln, dass wir die Margenziele erreichen, werden in sechs Monaten sagen, dass diese Ziele viel zu konservativ waren.» (sda)

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