Aktualisiert 09.09.2014 08:19

Neue StrategieABB kauft für 4 Milliarden Aktien zurück

Der Technologiekonzern ABB hat einen Aktienrückkauf sowie eine Reduktion der Konzernregionen angekündigt. Das Unternehmen will seinen Aktionären künftig mehr Gewinn abliefern.

Der Elektrotechnik- und Automationskonzern ABB hat die Strategie und die Finanzziele für die nächsten fünf Jahre präsentiert. Die Zahl der Konzernregionen wird von acht auf drei reduziert. Zudem will ABB für 4 Mrd. Dollar eigene Aktien zurückkaufen.

Im Rahmen der am Dienstag vorgelegten «Next-Level-Strategie» will ABB im Zeitraum von 2015 bis 2020 den operativen Gewinn pro Aktie jährlich um 10 bis 15 Prozent steigern. Der Umsatz soll um 4 bis 7 Prozent pro Jahr wachsen und das erwartete BIP- und Marktwachstum übertreffen.

Für den Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Goodwill-Amortisationen (EBITA) setzt sich ABB einen Zielkorridor von 11 bis 16 Prozent. Das frühere Zielband, allerdings für den EBITDA (inklusive Abschreibungen), lag bei 13 bis 19 Prozent.

Weniger Risiken bei Energietechnik

«Wir verlagern unseren Schwerpunkt in Richtung Wachstumssegmente, verbessern gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit und senken die Risiken vor allem in unserer Division Energietechniksysteme. Um flexibler und schneller reagieren zu können, werden wir zudem die Kundenorientierung verbessern», wird Konzernchef Ulrich Spiesshofer im Communiqué zitiert.

Die Division Energietechniksysteme ist die Problemdivision des Konzerns, sie schrieb drei Quartale in Folge Verluste. 2012 mussten 350 Mio. Dollar abgeschrieben werden. Inzwischen hat ABB die Division neu ausgerichtet. Nun hält der Konzern also am eingeschlagenen Kurs der Division fest.

Neuer Verwaltungsrat

Erfahrungen mit Generalunternehmengeschäften, der Prozessindustrie und mit Afrika soll David Constable einbringen. Der Chef des südafrikanischen Energie- und Chemiekonzerns Sasol wurde für die Generalversammlung 2015 zur Wahl in den Verwaltungsrat von ABB nominiert.

Peter Terwiesch, derzeit Leiter der Region Zentraleuropa und Deutschland, wird auf Anfang 2015 als Leiter der Division Prozessautomation in die Konzernleitung berufen. Die drei neu geschaffenen Konzernregionen stehen unter der Leitung von bisherigen Mitgliedern der Konzernleitung: Frank Duggan (Asien, Naher Osten und Afrika), Greg Scheu (Nord- und Südamerika) und Veli-Matti Reinikkala (Europa). (sda)

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