Nahost: Abbas könnte wieder mit Israel sprechen
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NahostAbbas könnte wieder mit Israel sprechen

Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas schliesst erste direkte Gespräche mit Israel seit knapp zwei Jahren nicht mehr völlig aus – aufgrund des zunehmenden Drucks der USA.

Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas könnte einlenken

Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas könnte einlenken

Bislang hätten die Palästinenser dem internationalen Druck standgehalten. Dieser könnte sich aber noch erhöhen, sagte Abbas am Montag vor Reportern: «Falls dies geschieht, werde ich darüber mit der Führung beraten und einen angemessenen Entscheid treffen.»

Falls das Nahost-Quartett Israel zum Stopp des Siedlungsbaus und zur Erzielung einer Einigung binnen zwei Jahren auffordere, dann «werde ich sofort in direkte Gespräche eintreten, weil dies alles umfasst, was ich verlange.» Israel müsse zudem bereit dazu sein, dass auch die 1967 von Israel eroberten und später annektierten Ländereien zur Sprache kämen, sagte Abbas weiter.

Derzeit verhandeln Israelis und Palästinenser indirekt miteinander über eine Friedenslösung. Die USA, die zwischen beiden Parteien vermitteln, streben direkte Gespräche an. Abbas hat sich bisher sehr zurückhaltend dazu geäussert, weil der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu aus seiner Sicht nicht gewillt ist, den Palästinensern akzeptable Angebote zu machen. Netanjahu hat sich dagegen zu direkten Kontakten mit Abbas bereiterklärt. (sda)

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