«Mukatagate»: Abbas lässt Al-Husseini

Aktualisiert

«Mukatagate»Abbas lässt Al-Husseini

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat seinen Büroleiter Rafik al-Husseini wegen sexueller Nötigung entlassen - so wie es Korruptionsbekämpfer Fahmi Schabaneh gefordert hatte.

Wie die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, setzte Abbas eine Untersuchungskommission ein, um die Vorwürfe aufzuklären.

Im Jahr 2008 hatte ein ehemaliger Geheimagent Al-Husseini mit einer versteckten Kamera gefilmt, als dieser offenbar Sex von einer Stellenbewerberin verlangte (20 Minuten Online berichtete).

Auf dem Video, das im israelischen Fernsehen gezeigt und auf der Internetplattform Youtube eingestellt wurde, ist zu sehen, wie Husseini nach einem Gespräch mit der jungen Frau ins Schlafzimmer geht und sich auszieht.

Der Jäger wird zum Gejagten

Der Ex-Agent Fahmi Schabaneh hat das Video veröffentlicht - nach eigenen Angaben, um auf die Korruption in der palästinensischen Autonomiebehörde aufmerksam zu machen. Die Autonomiebehörde hatte die Vorwürfe zunächst zurückgewiesen und von einer israelischen Fälschung gesprochen.

Die Generalstaatsanwaltschaft hatte mitgeteilt, dass Schabaneh aus dem Geheimdienst entlassen worden sei und von den palästinensischen Justizbehörden wegen verschiedener Vergehen gesucht werde, darunter auch wegen versuchten Mordes.

(sda)

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