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In KirgistanAbenteuerliche Suche nach Teppichen

Sie kauft Teppiche in Kirgistan und verkauft diese zu fairen Preisen in der Schweiz. Dabei erlebt die Luzernerin Noemi Haag allerhand Abenteuerliches.

von
Stefanie Nopper
Roger Renggli und Noemi Haag importieren Teppiche. Foto: Frank blaser

Roger Renggli und Noemi Haag importieren Teppiche. Foto: Frank blaser

«Einen Teppich von guter Qualität zu finden ist wie eine Schatzsuche», sagt Noemi Haag, Mitbegründerin und Geschäftsführerin des Schweizer Labels Karpet. Am Donnerstag reist die Luzernerin wieder nach Kirgistan. In abgelegenen Bergdörfern kauft sie direkt bei Nomadenfrauen handgefertigte Teppiche.

Dabei geht es abenteuerlich zu, denn in Kirgistan gibt es auf dem Land keine Hotels. «Ich übernachte bei den Halbnomaden, reise mit Rucksack und Wanderschuhen von Dorf zu Dorf und wähle die Teppiche aus», so die Kunsthistorikerin. Um einen Teppich herzustellen, benötigen die Kirgisinnen zwischen 3 und 6 Monate. Alles, vom Faden bis zur Farbe, wird von Hand hergestellt.

Unterstützt wird Haag von ihrem Partner Roger Renggli, der ihr beim Aufbau des Geschäfts geholfen hat. Zusammen engagieren sie sich für den fairen Handel und bringen die kirgisische Kultur in Luzerner Wohnungen. Die Teppiche sind Einzelstücke und haben eine Art «Ausweis» – ein Foto der Frau, die das Kunstwerk hergestellt hat. «So erzählt jeder Teppich seine eigene Geschichte», schwärmt Haag von der Handwerkskunst.

www.karpet.ch

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