Aktualisiert 26.09.2016 20:03

Mehr RecyclingAbfall-Trennung läuft gut in Schweizer Bahnhöfen

Auch in den Bahnhöfen Stadelhofen und Flughafen gibt es seit Montag Recycling-Boxen. Die SBB ist mit der Trennquote von 45 Prozent an anderen Orten sehr zufrieden.

von
som
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Diese Recycling-Boxen gibt es bisher an neun Schweizer Bahnhöfen.

Diese Recycling-Boxen gibt es bisher an neun Schweizer Bahnhöfen.

SBB
Seit Montag, dem 26. September, sind auch jene am Flughafen...

Seit Montag, dem 26. September, sind auch jene am Flughafen...

Keystone/Gaetan Bally
...und am Stadelhofen damit ausgestattet.

...und am Stadelhofen damit ausgestattet.

Keystone/Walter Bieri

Ein Abteil für PET-Flaschen, eines für Aludosen, eines für Papier und eines für Restabfall: Seit Montag müssen auch die Pendler an den Bahnhöfen Stadelhofen und Flughafen genau darauf achten, wo sie ihren Güsel hinwerfen, denn dort stehen nun insgesamt 53 Recycling-Stationen und 26 Aschenbecher.

Die Bahnhöfe Basel SBB, Bern, Genf Cornavin, Luzern und Zürich Hauptbahnhof wurden gemäss Mitteilung bereits im November 2014 mit Recycling-Stationen und Aschenbechern ausgestattet – in den Bahnhöfen Lausanne, St. Gallen, Winterthur und Zug besteht die Möglichkeit zur Abfalltrennung seit Dezember 2015.

«Schweizer sind sehr diszipliniert»

Die Bilanz nach der Lancierung der Recycling-Stationen in den neun Bahnhöfen sei erfreulich, heisst es weiter: Bis Ende dieses Jahres werde sich die Trennquote bei circa 45 Prozent einpendeln. In absoluten Zahlen ausgedrückt heisst dies für die neun Bahnhöfe, dass von insgesamt 2256 Tonnen Abfall 1490 Tonnen Restmüll, 202 Tonnen PET, 86 Tonnen Alu und 478 Tonnen Papier gesammelt werden. Insgesamt können somit rund 900 Tonnen Wertstoffe in den Recycling-Prozess zurückgeführt werden, was die Umwelt massgeblich entlastet.

Wie es ein Sprecher der SBB auf Anfrage sagte, hat die überdurchschnittlich hohe Trennquote selbst die Hersteller der Abfallboxen erstaunt: «Wir gehen davon aus, dass dies mit der jahrelangen Sensibilisierung der Schweizer Bevölkerung durch die Wertstoff-Industrie zusammenhängt.» Ebenfalls landet der Abfall in 90 bis 95 Prozent der Fälle im richtigen Fach. Geht aber beispielsweise trotzdem mal eine Cola-Dose ins PET-Abteil, wird diese direkt beim Entsorger separiert.»

Dank den Aschenbechern werde zudem die Menge von Zigarettenstummeln im Gleisfeld reduziert – dies aufgrund einer gut sichtbaren Stelle, die direkt am Aschenbecher angebracht ist. Die Reinigung des Gleisfeldes kostet die SBB jährlich knapp 4 Millionen Franken und ist nur mit grossem Sicherheitsaufwand zu bewältigen. Die SBB will bis Ende Jahr insgesamt 25 Bahnhöfe in allen Landesteilen mit Recycling-Stationen und Aschenbechern ausrüsten.

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