Abfallsäcke: Wer zu früh ist, den bestraft die Stadt
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Abfallsäcke: Wer zu früh ist, den bestraft die Stadt

Hundert Franken und mehr: Wer in Luzern seinen Abfall zu früh vors Haus stellt, wird jetzt zur Kasse gebeten.

Eine «riesige Mohrerei» gebe das jedes Mal, sagt der Luzerner Strasseninspektor Bernhard Jurt. Kaum sei die Kehrichtabfuhr am Freitag abgefahren, würden die ersten Luzerner bereits wieder einen Abfallsack vors Haus stellen. Machen sich dann Ratten, Krähen oder Füchse über das gefundene Fressen her, sehe es bald einmal unappetitlich in den Strasse aus.

«Unzulässige Abfallbereitstellung», heisst das im Fachjargon, ein Verhalten, das laut Strasseninspektorat immer häufiger festgestellt wird. Ebenso wird immer mehr Abfall illegal bei den städtischen Sammelstellen deponiert. Mit Hilfe von Polizei und Feuerwehr will die Stadt jetzt gegen diese Abfallsünder vorgehen.

Säcke, die schon vor dem Abfuhrtag hinausgestellt werden, sollen vermehrt von städtischen Angestellten mitgenommen werden. Auf Grund des Inhalts wird der Sünder ermittelt und allenfalls beim Amtsstatthalter verzeigt. Eine teure Entsorgung: Den überführten Frevlern droht nicht nur eine Busse, sie müssen auch für die Kosten der Sackdurchsuchung von gegen 100 Franken aufkommen.

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