Taucher räumen Zugersee auf - Abfalltaucher sorgen sich wegen diverser Masken im Zugersee
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Taucher räumen Zugersee aufAbfalltaucher sorgen sich wegen diverser Masken im Zugersee

Rund eine Tonne Abfall haben Taucher aus dem Zugersee geborgen. Neben Flaschen, Dosen und einigen kuriosen Gegenständen fanden sie vor allem Schutzmasken.

von
Gianni Walther
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Abfalltaucher haben am Samstag einen Teil des Zugersees entlang der Promenade in Zug von Abfall befreit.

Abfalltaucher haben am Samstag einen Teil des Zugersees entlang der Promenade in Zug von Abfall befreit.

Abfalltaucher Schweiz
Die Freiwilligen fanden dabei viele Flaschen und Aludosen im Wasser.

Die Freiwilligen fanden dabei viele Flaschen und Aludosen im Wasser.

Abfalltaucher Schweiz
Auch Skateboards und Kickboards wurden im See gefunden.

Auch Skateboards und Kickboards wurden im See gefunden.

Abfalltaucher Schweiz

Darum gehts

  • Am Ufer des Zugersees haben Abfalltaucher am Wochenende eine Aufräumaktion durchgeführt.

  • Rund 1500 Kilogramm Abfall haben die Taucher aus dem See gefischt.

  • Unterstützt wurden sie dabei von verschiedenen Helfern.

  • Neben Flaschen und Dosen fischten die Taucher auch verschiedene kuriose Gegenstände aus dem See – beispielsweise die Tafel einer Haltestelle.

«Wir haben sehr viele Flaschen und Dosen aus dem Wasser geholt», sagt Matthias Ardizzon, Präsident der Abfalltaucher Schweiz. Am vergangenen Wochenende haben die Abfalltaucher zusammen mit der Tauchschule Tauch-Treff Zug den Zugersee entlang der Promenade und dort auf einer Länge von 300 bis 400 Metern den See von Güsel befreit. Dabei kam einiges zusammen: «Es dürfte insgesamt rund eine Tonne Abfall gewesen sein», sagt Ardizzon.

Geborgen haben die Taucher allerhand: «Wir haben unter anderem ein Velo, Skateboards, Stahlelemente, einen Rucksack und eine Schaufel gefunden», sagt Ardizzon. «Auch kuriose Gegenstände haben wir aus dem Wasser gefischt: einen Rollator und eine Tafel mit der Aufschrift ‹Ersatzhaltestelle›», sagt er weiter. Und auch ein Portemonnaie befand sich im See. «Der gesamte Inhalt inklusive Kreditkarten war noch drin.» Das Portemonnaie haben sie der Zuger Polizei abgegeben. «Wir sind gespannt, ob da eine Rückmeldung kommt.»

Menge an Masken im Wasser hat «gravierend zugenommen»

Neben den vielen Abfällen stimmt Ardizzon ein neues Phänomen nachdenklich: «Wir haben viele, viele Masken gefunden. Es hat gravierend zugenommen, das ist ein grosses Problem», sagt er. Die Masken liegen teilweise auf dem Seegrund und werden am Ufer angeschwemmt, wo sie auch zwischen Steinen hängen bleiben. «Unser Zugersee bietet der Bevölkerung wunderschöne Plätze, aber noch viel wichtiger ist zu bedenken, dass der See auch die Heimat von unzähligen Lebewesen ist, welche mit dem Abfall im See bedroht wird», sagt der Taucher. «Es leiden die kleinen und ‹unsichtbaren› Pflanzen und Tiere unter der Wasseroberfläche, was wiederum das Ökosystem aus dem Gleichgewicht wirft.» Für die Entsorgung der Masken hatten die Taucher sich entsprechend vorbereitet und auch Desinfektionsmittel eingepackt.

Insgesamt waren an der Aktion rund 30 freiwillige Helferinnen und Helfer beteiligt. Zusammengearbeitet haben die Abfalltaucher bei der Aufräumaktion auch mit der Bootsvermietung Bord du Lac, welche Boote zur Verfügung stellte. Die Entsorgung der gesammelten Abfälle übernahm schliesslich der Werkhof der Stadt Zug.

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