Aktualisiert 29.09.2009 11:02

Zu teuer

Abfuhr für Nachtzug nach Rom

Die City Night Line (CNL), die Nachtzugtochter der Deutschen Bahn, sieht keine Möglichkeit zur Übernahme der ab Mitte Dezember eingestellten Schlafwagenverbindung von Zürich nach Rom. Die in Italien entstehenden Kosten seien zu hoch für einen rentablen Betrieb.

CNL habe mit der SBB Gespräche über die Übernahme der Rom- Verbindung geführt, sagte CNL-Bereichsleiter Axel Hennighausen am Dienstag an einer Medienkonferenz in Zürich. Da das wirtschaftliche Risiko zu hoch gewesen wäre, habe man aber absagen müssen. Die hohen Kosten für die Bahntrassen und Lokomotiven in Italien hätten nur gedeckt werden können, wenn der ganze Zug immer voll gewesen wäre.

Zudem hat sich laut Hennighausen auch kein Partner finden lassen, mit dem man die Kosten hätte teilen können. Mit einer Kostenteilung macht die CNL bereits gute Erfahrungen auf der Linie München-Rom, der in Bologna mit dem Nachtzug der ÖBB von Wien nach Rom zusammengeführt wird.

Den hohen Produktionskosten in Italien zum Opfer fällt zudem auch ein anderer Nachtzug der CNL, und zwar jener von Amsterdam über Frankfurt nach Mailand.

Angebot bleibt gleich

Das bisherige Angebot der CNL von Zürich und Basel nach Berlin, Dresden, Kopenhagen, Amsterdam und Prag ändert sich im kommenden Jahr nicht. Erneut wird an den Wochenenden im Sommer auch der Nachtzug von Zürich nach Berlin bis Rügen verlängert. In den Wintermonaten werden die Nachtzüge aus Deutschland zudem weiterhin ins Berner Oberland und bis nach Brig geführt.

Im laufenden Jahr haben gemäss Hennighausen mehr Passagiere die CNL-Nachtzüge benutzt als noch 2008, insbesondere auf den Strecken aus der Schweiz.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.