Eklat beim SRF: Abgang nach Streit in «10 vor 10»-Leitung

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Eklat beim SRFAbgang nach Streit in «10 vor 10»-Leitung

Bei «10 vor 10» streitet man sich um die inhaltliche Ausrichtung der Sendung. Der stellvertretende Leiter Michael Perricone nahm deshalb den Hut.

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vro

Hinter den Kulissen des SRF ist nach wie vor keine Ruhe eingekehrt. Nachdem am Sonntag die Tagesschau abgebrochen wurde, weil Moderatorin Cornelia Boesch einen krankheitsbedingten Zusammenbruch erlitten hatte, hat es nun in der Redaktion der Sendung «10 vor 10» gekracht. In der Folge habe der stellvertretende Redaktionsleiter Michael Perricone gekündigt, schreibt der «Tages-Anzeiger».

Perricone liege mit Redaktionsleiter Christian Dütschler im Clinch. Perricone habe zusammen mit anderen Mitarbeitern eine Neuausrichtung der Sendung gefordert. Konkret wollte man mehr Recherche und eine kritischere Auseinandersetzung mit Themen.

Kritik an forschem Führungsstil

Mit Chef Dütschler kam es laut «Tages-Anzeiger» zu keiner Einigung über die inhaltliche Ausrichtung der Sendung. Es sollen weitere Abgänge drohen: Mehrere Redaktionsmitglieder hätten sich auf Perricones Seite gestellt.

Damit nicht genug. Dütschlers Führungsstil sei einigen zu forsch. Seine Position als Redaktionsleiter von «10 vor 10» stehe allerdings nicht zur Debatte, teilte SRF-Sprecher Stefan Wyss der Zeitung mit. Weitere Auskünfte zu den Unstimmigkeiten wollte er nicht geben. Auch Perricone wollte gegenüber 20 Minuten keine Stellung nehmen.

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