Frankreich: Abgeordneter erschiesst Geliebte und sich selbst
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FrankreichAbgeordneter erschiesst Geliebte und sich selbst

Ein Abgeordneter der französischen Nationalversammlung hat seine Geliebte und dann sich selbst erschossen. Der Tat vorangegangen war ein heftiger Streit.

Der 65-jährige Jean-Marie Demange, der für die Präsidentenpartei UMP im Parlament sass, beging die Bluttat im ostfranzösischen Thionville, wie die Polizei von Lothringen in Metz mitteilte.

Wie der Nachbar René Rio berichtete, hatte Demange einen heftigen Streit mit seiner 46-jährigen Freundin, bevor er sie auf dem Balkon ihrer Wohnung erschoss.

Nach Angaben aus dem Umfeld des Politikers litt der gelernte Mediziner stark unter seiner Niederlage bei der Bürgermeisterwahl in der 47 000-Einwohner-Stadt Thionville. Demange hatte das Amt im März nach 13 Jahren an seinen sozialistischen Konkurrenten verloren. Er befand sich zudem mitten im Scheidungsverfahren.

Der Nachbar hörte nach eigenen Angaben Schreie und sah dann die Geliebte auf den Balkon treten. Demange habe «mindestens zehn Minuten lang» auf die Frau eingeschlagen, bevor er ihr gezielt in den Kopf geschossen habe. «Als sie zusammenbrach, ging er zurück in die Wohnung. Dann hörte ich einen Schuss.»

(sda)

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