Aktualisiert 13.11.2007 20:48

Abgeordneter stirbt bei Anschlag in Manila

Bei einem Bombenanschlag im philippinischen Parlament sind am Dienstag drei Menschen getötet und mindestens acht weitere verletzt worden. Die Explosion ereignete sich direkt nach einer Parlamentssitzung in der Hauptstadt Manila.

Bei den Toten handelt es sich nach Angaben von Spitälern und örtlichen Radiosendern um den Abgeordeneten Wahab Akbar, der in der Vergangenheit mehrfach mit dem Tod bedroht wurde, den Fahrer einer Abgeordneten sowie ein Angestellter des Parlaments.

Durch die Explosion am Dienstag erlitten acht weitere Menschen Verletzungen, darunter mindestens zwei weitere Abgeordnete.

Akbar war Abgeordneter der Insel Basilan, auf der Regierungstruppen gegen Rebellen der islamistischen Abu Sayyaf kämpfen. Die Gruppierung steht dem Terrornetzwerk Al Kaida von Osama bin Laden nahe.

Von Trümmern getroffen

Der Fahrer starb in einem parkenden Fahrzeug, das in der Nähe des Gebäudes stand und von umherfliegenden Trümmern getroffen wurde. Die Explosion sprengte das Dach des südlichen Eingangs des Gebäudes weg. Ein Polizeisprecher sagte, die Bombe sei vermutlich an einem geparkten Motorrad befestigt gewesen.

Sicherheitskräfte riegelten das Gebäude ab und errichteten Kontrollpunkte rund um Manila. Präsidentin Gloria Arroyo beauftragte den nationalen Polizeichef, die Untersuchung des Vorfalls persönlich zu überwachen und die Ursache der Explosion herauszufinden, wie ihr Sprecher Ignacio Bunye sagte.

Es ist das erste Mal, dass auf den Philippinen ein Regierungsgebäude Ziel eines Anschlags war. Akbar hatte drei Amtszeiten als Gouverneur von Basilan absolviert, bevor er in diesem Jahr ins Abgeordnetenhaus einzog. (sda)

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