Air-Glaciers-Unglück: «Abgestürzter Helikopter stand in Vollbrand»

Aktualisiert

Air-Glaciers-Unglück«Abgestürzter Helikopter stand in Vollbrand»

Unglück im Berner Oberland: Ein Helikopter der Air Glaciers ist abgestürzt. Dabei kam der Pilot ums Leben. Die Ursache des Absturzes wird nun untersucht.

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smü/dia/vro
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Auf dem Guggigletscher ist am Dienstagmorgen (14. Juli 2015) ein Helikopter von Air Glaciers abgestürzt. Als die Rettungskräfte eintrafen, brannte die zerschellte Maschine.

Auf dem Guggigletscher ist am Dienstagmorgen (14. Juli 2015) ein Helikopter von Air Glaciers abgestürzt. Als die Rettungskräfte eintrafen, brannte die zerschellte Maschine.

Kantonspolizei Bern
Daniel Wetli, Regionsleiter Berner Oberland, Andreas Hofmann, Medienleiter der Kantonspolizei Bern und Martin Stäger, Gemeindepräsident von Lauterbrunnen zeigten sich an der Pressekonferenz betroffen.

Daniel Wetli, Regionsleiter Berner Oberland, Andreas Hofmann, Medienleiter der Kantonspolizei Bern und Martin Stäger, Gemeindepräsident von Lauterbrunnen zeigten sich an der Pressekonferenz betroffen.

20 Minuten/nel
Der Helikopter stürzte auf unwegsamem Gelände ab, die Bergungsarbeiten gestalten sich dementsprechend schwierig. Laut Hofmann stand der Helikopter in Brand. Ob das die Absturzursache war, werde nun untersucht.

Der Helikopter stürzte auf unwegsamem Gelände ab, die Bergungsarbeiten gestalten sich dementsprechend schwierig. Laut Hofmann stand der Helikopter in Brand. Ob das die Absturzursache war, werde nun untersucht.

20 Minuten/nel

Ein Helikopter der Air Glaciers ist am Dienstagmorgen im Berner Oberland abgestürzt. Der 51-jährige Berner Pilot, der alleine an Bord war, kam dabei ums Leben. Der Helikopter habe sich auf einem Transportflug befunden, sagte Polizeisprecher Andreas Hofmann an einer eilends einberufenen Pressekonferenz in Lauterbrunnen. Deshalb sei auch eine Last unterhalb des Helis befestigt gewesen.

Der Helikopter vom Typ AS 350 B3 Ecureuil stürzte gegen 8.20 Uhr in der Region Guggigletscher auf dem Gemeindegebiet von Lauterbrunnen ab. Die Absturzstelle liegt auf 2700 Metern über Meer. «Es wurde sofort eine Flugsuche eingeleitet», sagt Hofmann. Die Absturzursache ist noch unklar. «Der Helikopter stand in Vollbrand. Ob das Feuer die Absturzursache war, ist noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen.»

Luftraum bis Mitternacht gesperrt

In Lauterbrunnen zeigt man sich betroffen. «Wir haben gelernt, mit Unfällen von Bergsteigern und Basejumpern zu leben. Aber das Unglück von heute Morgen hinterlässt in uns allen tiefe Spuren», sagte Gemeindepräsident Martin Stäger an der Pressekonferenz.

An der Bergung waren Gebirgsrettungsspezialisten der Kantonspolizei Bern, Einsatzkräfte des SAC Lauterbrunnen und ein Helikopterteam beteiligt. Auch Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden zur Absturzstelle geflogen. Diese liegt laut der Polizei in hochalpinem, nicht befahrbarem Gelände. «Die Bergung ist für die Einsatzkräfte eine logistische Herausforderung», sagt Hofmann. Der Luftraum über dem Gebiet ist wegen der Bergungsarbeiten bis Mitternacht gesperrt. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) wird die Umstände des Absturzes nun untersuchen.

Kapo-Sprecher Andreas Hofmann und Gemeindepräsident Martin Stäger im Interview mit 20 Minuten:

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(smü/dia/vro/sda)

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