Aktualisiert 03.11.2014 11:43

ExtremsportlerAbhärtungs-Training im Tiefkühllager

Andere gehen ins Fitness-Center, er trainiert im Tiefkühllager. René Nüesch liebt frostige Temperaturen und setzt sich immer wieder freiwillig der klirrenden Kälte aus.

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brb/lvm

Zwischen Tiefkühlpizzen und Glaces bereitet sich der Extremsportler René Nüesch auf seinen nächsten Polar-Marathon vor. (Video: Lorenz von Meiss/Brigitte Büchel)

Das Tiefkühllager in Neuendorf SO wird für einen Tag zur Trainingshalle umfunktioniert. Zwischen Tiefkühlpizzen und Glaces trainiert René Nüesch seine Ausdauer. Denn

die nächste Herausforderung steht für den Extremsportler bereits vor der Tür. Am 22. November startet er am Polar Bear Marathon in Kanada. Ihn erwarten 50 Kilometer Schnee und Eislandschaft, Temperaturen um -40 Grad und Eisbären. Diese seien ein weit grösseres Problem als die Kälte, meint Nüesch.

Seine Leidenschaft für den Ausdauersport in extremer Kälte hat Nüesch vor rund 30 Jahren entdeckt. Er lief 1700 Kilometer weit durch Alaska. 26 Tage lang. Sein wichtigster Rat dabei: «Möglichst wenig schlafen». Wenn er es dann doch gemacht hat, hat Nüesch sich im Biwacksack am Wegrand für einige Stunden schlafen gelegt. Aus dem Mund des aktiven 55-Jährigen klingt das, als wäre es nichts Ungewöhnliches.

Mühe mit der Wärme

Nüesch mag es nicht zu warm – der Pöstler ist auch im späten Oktober immer noch in kurzen Hosen unterwegs. Neben den Trainings in Kühlhäusern hüpft er auch gern mal in den Türlersee. Was es beim Schwimmen im eisigen Wasser zu beachten gilt, hat er in der Bretagne gelernt - das Abhärtungs-Training kann tödlich enden, wenn man zu lange im Wasser bleibt.

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