Aktualisiert 24.01.2008 14:29

Abholzung des Regenwalds nimmt massiv zu

Die Abholzung des Regenwalds am Amazonas in Brasilien hat 2007 drastisch zugenommen: Allein von August bis Dezember sind rund 3300 Quadratkilometer Regenwald vernichtet und für den Anbau von Soja oder die Aufzucht von Rindern genutzt worden.

Nach dem Bekanntwerden der Daten am Mittwoch kam Umweltministerin Marina Silva zusammen mit mehreren Kabinettskollegen am Donnerstagmorgen zu Gesprächen mit Präsident Luiz Inacio Lula da Silva zusammen.

Beamte im Umweltministerium erklärten Medienberichten zufolge jedoch, dass die Satellitenbilder noch weiter ausgewertet würden und schlimmstenfalls mit einer Fläche von bis zu 7000 Quadratkilometern zu rechnen sei. Die allein in der zweiten Jahreshälfte vernichtete Waldfläche ist grösser als das Saarland. 2006 hatte sich die Abholzung des weltweit grössten Regenwaldes noch verlangsamt. Vor allem in der Provinz Mato Grosso nahm die Abholzung aber wieder zu. Dort befinden sich auch die wichtigsten Soja-Anbaugebiete Brasiliens. Hinter den USA ist das südamerikanische Land weltweit der zweitgrösste Soja-Produzent. (dapd)

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