Onlinehandel: Abkassieren dank Blogs und Steve Jobs
Aktualisiert

OnlinehandelAbkassieren dank Blogs und Steve Jobs

Wegen einer Sicherheitslücke konnte man fremde Inhalte bei Amazon als seine eigenen ausgeben und damit Geld verdienen. Ausserdem soll der Account des Apple-Chefs geknackt worden sein, woran er selbst schuld sein soll.

Anbieter von Webseiten oder elektronischen Büchern können diese über Amazons Portal für dessen Lesegerät Kindle verkaufen, das bisher nur in den USA erhältlich ist.

Doch wie das Technik-Portal TechCrunch.com berichtet, gab es dabei bis vor kurzem aber eine schwere Sicherheitslücke. Dank dieser konnte man beispielsweise einfach die Rechte für Inhalte eines fremden Blogs angeben und diese dann für eine monatliche Gebühr verkaufen. Im Test funktionierte das unter anderem für Inhalte der Zeitung New York Times. Dazu musste man nur die URL der RSS-Feeds, eine kurze Beschreibung und sonstige Daten, die man sich ausdenken konnte, eingeben. Amazon hat das Problem mittlerweile nach eigenen Angaben aber gelöst und die illegalen Angebote entfernt.

Fiel Steve Jobs auf Phisher herein?

Ein weiteres illegales, den Versandhändler betreffendes Angebot kursiert aber zurzeit noch im Netz: Laut der Seite cultofmac.com will ein Hacker den Amazon-Account von Steve Jobs geknackt haben. Dazu hat er nach eigenen Angaben eine gefälschte Seite eingerichtet, auf die er den Apple-Boss gelockt haben will, der sich dann dort eingeloggt haben soll. Der Cybergangster nennt sich «orin0co» und bietet Jobs' Daten - darunter Kreditkartennummer und Einkaufsliste - Journalisten an. Als Beweis liefert er einen Screenshot, der allerdings auch problemlos mit einem Bildbearbeitungsprogramm erstellt worden sein könnte. Gemäss seiner restriktiven Informationspolitik hat sich Apple nicht zu der vermeintlichen Hacker-Attacke geäussert.

(hst)

Deine Meinung